Brennender Adventskranz

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Wohnungsbrand an Weihnachten

Verfasst von am 12. Dezember 2015 in Allgemein

Zur Weihnachtszeit werden in den meisten Wohnungen und
Häusern vermehrt Kerzen und Kamine angezündet, die in Kombination mit
Adventskränzen schnell ein Feuer auslösen können. Doch wer ist
letztlich Schuld an dem Brand? Und wer kommt für den Schaden auf?

Als Brand wird im Allgemeinen ein Feuer bezeichnet, das sich
ohne einen bestimmbaren Brandherd wie etwa Kerzen, Kamine oder Öfen
ausgebreitet hat. Der Eigentümer kann zur Verantwortung gezogen werden, wenn er
grob fahrlässig gehandelt hat, also beispielsweise eine Wärmequelle lange
unbeaufsichtigt gelassen oder brennbare Gegenstände in der Nähe von
Speichergeräte aufbewahrt hat. Der Versicherungsschutz zahlt im Allgemeinen für
Verbrennungs- und Rauchschäden wie die Versengung, Verrußung oder Verformung
von Gegenständen.

Vorgehen bei einem Wohnungsbrand

Die meisten Hausbrände werden durch defekte Elektrik, den Umgang mit leicht brennbaren Stoffen und Ölen oder offenem Feuer verursacht. Um einen Brand zu verhindern, sollten diese Risikoquellen minimiert und spezielle Vorkehrungen wie Rauchmelder und Brandschutztüren installiert werden. Wenn Sie Zeuge eines Brandes werden, sollten Sie zunächst versuchen, diesen mit einem Feuerlöscher zu bekämpfen. Breitet sich das Feuer dennoch aus, ist es unabdingbar, die Feuerwehr zu rufen. Wenn die Möglichkeit noch besteht, sollten im nächsten Schritt Fenster und Türen geschlossen werden, um eine Ausbreitung des Feuers zu verhindern. Oberste Priorität hat jedoch die Sicherheit der Bewohner und Haustiere, die über die Fluchtwege evakuiert werden sollten.

Wenn der Schaden absehbar ist, sollte die Versicherung und, wenn es sich um ein gemietetes Objekt handelt auch der Vermieter, kontaktiert werden. Die Schäden sollten in jedem Fall dokumentiert werden, am besten anhand von Fotografien und Schadenslisten. In diesen sollten die zerstörten und beschädigten Gegenstände samt ihrem Kauf- und Anschaffungspreis enthalten sein. Um so schnell wie möglich wieder in die Wohnung einziehen zu können, ist das ausgiebige Lüften der Räume unabdingbar. Außerdem sollten Fachleute engagiert werden, um den Ruß entfernen und die beschädigten Wasseranschlüsse und Elektroleitungen reparieren zu lassen. 

Wer kommt für den Schaden bei einem Wohnungsbrand auf?

Bei Bränden wird zwischen Hausratversicherungen und
Wohngebäudeversicherungen unterschieden. Die Hausratversicherung ist dabei für
den zerstörten Inhalt der Wohnung zuständig. Dazu gehören alle beweglichen
Gegenstände, für die der Geschädigte im Rahmen der Versicherung den
Versicherungswert erhält. Wurde ein Gegenstand zerstört, wird in der Regel der
Wiederbeschaffungswert ausbezahlt, der benötigt wird, um einen vergleichbaren
neuwertigen Ersatz zu kaufen. Ist hingegen eine Reparatur möglich, werden die Kosten
übernommen, ebenso, wie bei leichten Beschädigungen eine Entschädigung für die
Wertminderung vereinbart wird. Wenn die Kosten für den Feuerwehreinsatz nicht
übernommen werden, werden diese auch von der Hausratversicherung abgedeckt. Zusätzlich
übernimmt die Versicherung auch die Kosten für die Lagerung von Möbeln und die Hotelkosten,
wenn die Wohnung nicht mehr bewohnbar ist.

Die Wohngebäudeversicherung ist hingegen für Schäden an dem
eigentlichen Gebäude zuständig. Sie übernimmt die Kosten für die Reparatur und
den Wiederaufbau. Zum Gebäude gehören dabei auch sanitäre Installationen.
Zusätzlich zu dem Wohngebäude sind in der Versicherung auch die Nebengebäude
enthalten. Wurden bei dem Brand hingegen Nachbargebäude beschädigt, zahlt die
Private Haftpflichtversicherung. Dabei gilt, dass die Bewohner des Hauses oder
der Wohnung auch für Schäden an Nachbarhäusern verantwortlich sind, wenn der
Brand durch einen technischen Defekt ausgelöst wurde.

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