Junge Frau im Würgegriff eines Mannes vor schwarzem Hintergrund

Ⓒfotolia/tomalu

Vater erwürgt schlafende Tochter

Verfasst von am 3. Dezember 2015 in Allgemein

Ein Vater erwürgt seine 19-jährige Tochter im Schlaf, weil sie eine Liebesbeziehung führte. Auch die Mutter war am Tod der jungen Frau beteiligt. Jetzt müssen beide Elternteile lebenslang hinter Gitter.

Liebesbeziehung der Tochter verletzt Moralvorstellungen

Die muslimische Familie stammt aus Pakistan und hat feste Ehrenvorstellungen. Dass die 19-jährige Tochter ohne Einverständnis ihrer Eltern einen Freund hatte, verletzte ihre Wertvorstellungen. Der Partner der Getöteten ist selbst Pakistani, dennoch kränkte die uneheliche Beziehung die Ehre der Eltern. Seit Mai 2014 wussten die Eltern von der Liaison ihrer Tochter und fanden später einen Brief der Polizei, weil sie beim Diebstahl von Kondomen erwischt wurde. Da war ihnen klar, dass das Pärchen auch Sex hatte. Gewalt und Streitigkeiten herrschten ab diesem Zeitpunkt in der Familie vor. Trotz Verbots ihrer Eltern hielt die junge Frau an der Liebesbeziehung zu ihrem 25-jährigen Freund fest. Das wollten sie nicht länger hinnehmen und planten, ihre eigene Tochter arg- und wehrlos im Schlaf umzubringen.

Eltern planen heimtückischen Ehrenmord

In der Nacht auf den 28. Januar war es dann so weit. Die Tat plante das Ehepaar bereits im Vorfeld. Es besorgte sich den Rollstuhl der Oma, mit dem es später die Leiche seiner Tochter wegschaffen konnte. Darüber hinaus klebten die Eltern die Überwachungskameras sowohl im Fahrstuhl als auch im Eingangsbereich des Hochhauses in Darmstadt ab, damit ihre Tat unentdeckt bleibt. Die 14-jährige Schwester der Toten wurde von den Eltern am Abend zur Tante geschickt, um dort zu übernachten. Ihr wurde gesagt, dass ihre Schwester Ruhe brauche. In der Nacht erdrosselte der Vater dann seine Tochter und brachte den Leichnam gemeinsam mit seiner Ehefrau in ein Naherholungsgebiet, in welchem Passanten die Tote wenig später fanden.

Mutter leugnet Mithilfe an Mord

Die Vorwürfe einer heimtückischen Tat wies der Vater allerdings zurück, seine Tochter habe ihn im Streit angegriffen und er habe sie daraufhin erwürgt. Die Mutter gab an, von der Tat überrascht und zur Beseitigung der Leiche gezwungen worden zu sein. Doch so unschuldig war die Mutter nicht. Der Freund und die Schwester der Toten sagten aus, dass sie ihre Tochter lange vor der Tat heftig verprügelt hatte und sie sowohl kontrollierte als auch mit Nahrungsentzug bestrafte.

Welche Strafe gibt es für heimtückischen Mord?

Trotz der offensichtlichen Planung des Mordes, bestand die Verteidigung bis zuletzt darauf, dass es sich um Totschlag handelte. Zudem müsse der kulturelle Hintergrund der Familie berücksichtigt werden. In ihrem Herkunftsland akzeptiere man keinen vorehelichen Geschlechtsverkehr und wird bei Zuwiderhandlung bestraft. Doch für das Gericht ist die geplante Tat offensichtlich, das Urteil steht fest: lebenslange Haft wegen gemeinschaftlichen, heimtückischen Mordes an der schlafenden Tochter.

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