Anwalt vor Ort finden

Rechtsanwälte in Ihrer Nähe

Anwalt finden

Mit einem Anwalt sprechen

Schnell am Telefon Hilfe erhalten

Anwalt anrufen

Schriftliche Frage stellen

Rechtsanwalt antwortet schriftlich

Jetzt buchen

Urteil über Steuerfreiheit von Schönheits-OPs

Schönheitsoperation
istockphoto.com/STEFANOLUNARDI

Dass ästhetische Operationen und ästhetische Behandlungen als Heilbehandlungen gelten und damit steuerfrei bleiben können, wenn aufgrund einer Krankheit, einer Verletzung oder eines angeborenen körperlichen Mangels ein Eingriff ästhetischer Natur erforderlich ist, wurde vor Kurzem erneut durch den Bundesfinanzhof unterstrichen.

Kostenlose Erstberatung beantragen

Ihre Daten werden, streng vertraulich, nur an einen einzigen Rechtsanwalt übermittelt.

image

Der Streitpunkt im vorliegenden Fall war die Beweiserhebung, ob tatsächlich eine Behandlung aufgrund einer Krankheit, einer Verletzung oder eines angeborenen körperlichen Mangels vorliege. Streitparteien waren die Betreiberin einer Klinik, in der im Streitjahr 2002 ästhetisch-chirurgische Maßnahmen wie Fettabsaugungen, Gesichts-, Hals- und Augenlid-Straffungen sowie Brustvergrößerungen durchgeführt wurden und das zuständige Finanzamt.

Die Betreiberin ging davon aus, dass die in der von ihr betriebenen Klinik durchgeführten Behandlungen steuerfrei seien, das Finanzamt stufte den Sachverhalt jedoch anders ein und verlangte von der Klinikbetreiberin die Entrichtung von Umsatzsteuer.

Die von der Klägerin zur Untermauerung ihrer Position angeführten Gutachten waren in der Vorinstanz durch das zuständige Finanzgericht nicht anerkannt worden, unter anderem weil die in den Gutachten untersuchten Fälle anonymisiert betrachtet worden waren; nach Ansicht des vorinstanzlichen Gerichts habe dies nicht ausgereicht, die Notwendigkeit der in der Klinik durchgeführten Operationen zu belegen, da aufgrund der Anonymisierung der entsprechenden Fälle Rückfragen des Gutachters ausgeschlossen gewesen seien.

Bundesfinanzhof urteilt über die Steuerfreiheit von Schönheitsoperationen

Im nun ergangenen Urteil des Bundesfinanzhofs wurde dieser Annahme widersprochen. Der Bundesfinanzhof begründete seine Entscheidung unter anderem mit dem zu schützenden Vertrauensverhältnis zwischen Ärzten und Patienten, das eine Anonymisierung von Fällen gebieten könne, die Gegenstand gutachterlicher Untersuchung werden. Der Revision der Klinikbetreiberin wurde dementsprechend stattgegeben und der Fall wurde zur erneuten Verhandlung an das vorinstanzliche Finanzgericht zurückverwiesen. 

  • Quelle: Bundesfinanzhof, Urteil vom 04.12.2014 – V R 16/12 – 

Diese Artikel könnten Sie ebenfalls interessieren:

Steuervorteil fürs Gassigehen 

Umsatzsteuer für Pelze 

Steuer fürs Trinkgeld?

Beitrags-Navigation


Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden .


Kompetente Rechtsberatung zu diesem Thema bieten diese ausgewählten Anwälte:

Zu diesem Thema mit einem Anwalt sprechen!

29*

15 Minuten

    • 15 Minuten Telefonat mit einem Anwalt
    • Antwort auf eine konkrete kurze Fragestellung

Jetzt buchen

49*

30 Minuten

meistgekauft

    • 30 Minuten Telefonat mit einem Anwalt
    • Juristische Erläuterung des Problems & Handlungsempfehlung

Jetzt buchen

69*

45 Minuten

    • 45 Minuten Telefonat mit einem Anwalt
    • Diskussion eines komplexeren Problems und konkrete Tipps

Jetzt buchen

Haben Sie eine Frage zu diesem Thema und suchen die passende Rechtsberatung?

Anwalt anrufen