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Streaming, Filesharing & Co.

Verfasst von am 17. Februar 2016 in Allgemein

Heutzutage sind verschiedene Arten der Datenverbreitung bei
Internetnutzern weit verbreitet. Vielen Nutzern ist dabei nicht klar, wie Streamingdienste,
Sharehoster und Filesharingplattformen rechtlich einzuordnen sind – handelt beispielsweise
schon illegal, wer sich einen alten Spielfilm auf einem kostenfreien Onlineportal
anschaut? Die Tatsache, dass es immer wieder zu Abmahnungen kommt, verunsichert
viele Menschen. rechtsanwalt.com schafft Klarheit!

Streaming

Bei kostenlosen Streamingdiensten ist die rechtliche Lage
nicht eindeutig, weshalb vielfach von der „rechtlichen Grauzone“ gesprochen wird.
Beim Streaming bleibt, anders als beim Filesharing (siehe unten), keine Kopie
des Werkes auf dem Rechner zurück. Nach herrschender Meinung liegt beim
Streaming deshalb auch keine unerlaubte Vervielfältigung urheberrechtlich
geschützter Inhalte vor. Erfolgreiche Abmahnungen gegen Streamingnutzer gab es
in Deutschland bislang nicht. 2013 mahnte ein Rechtsanwalt zahlreiche Nutzer
der pornografischen Streamingplattform redtube.com ab. Diese offenkundig
missbräuchliche Verwendung des Instruments der Abmahnung kostete den Anwalt
jedoch seine Berufszulassung und blieb für die meisten abgemahnten
Streamingnutzer letztlich folgenlos.

Legale
Streamingdienste

Ganz auf der sicheren Seite sind Internetnutzer, wenn sie Dienste
in Anspruch nehmen, die die Rechte an den angebotenen Filmen erworben haben,
beispielsweise Netflix, watchever oder Amazon Video. Der Nachteil liegt hierbei
naturgemäß in den Kosten der legalen Streamingdienste. Die Anbieter müssen die
Rechte für viel Geld erwerben und sind deshalb auf zahlende Kundschaft
angewiesen. Wer die entsprechenden Angebote des legalen Streamings nutzen will,
muss mit Kosten von mindestens 8€ pro Monat rechnen.

Filesharing

Filesharing bezeichnet dem Wortsinn nach das Teilen und die
Weitergabe von Dateien. Ein Nutzer bezieht dabei eine Datei von einem anderen
Nutzer und gleichzeitig können andere Filesharing-Nutzer die nun auf dem
Rechner des ersten Nutzers vorhandene Datei auf ihren Rechner laden. Da es sich
hierbei in der Regel um die Weitergabe von urheberrechtlich geschützten Dateien
handelt (Musikstücke, Filme, Serien), machen sich Filesharer eines
Rechtsverstoßes schuldig. Abhängig von dem Umfang, in dem ein Internetnutzer
Filesharing betreibt, kann dies weitreichende juristische Konsequenzen nach sich
ziehen.

Sharehoster

Anders als beim Filesharing entsteht bei der Nutzung von
Sharehostern nur eine einzige Kopie eines Werkes auf dem Rechner des Nutzers.
Die Datei wird dann auch nicht anderen Personen zum erneuten Download angeboten.
Dementsprechend liegt beim Nutzen eines Sharehosters zwar eine unerlaubte
Vervielfältigung eines urheberrechtlich geschützten Werkes vor, allerdings
fehlt die beim Filesharing vorhandene Zugänglichmachung der Datei für eine
große Zahl weiterer Internetnutzer. Rechtlich gesehen ist das Sharehosting also
weniger brisant als Filesharing. Abmahngefährdet sind in der Regel nur
Personen, die urheberrechtlich geschützte Dateien bei Sharehostern hochladen. 


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