Frau mit Schürze und Putzmitteln

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Haushaltshilfen sind in Deutschland beliebt – rund 9 Prozent
aller Haushalte lassen sich beim Putzen unterstützen. Erschreckend ist dabei,
dass nur etwa 3 Millionen Helfer bei der Minijob-Zentrale gemeldet sind. Das
Fazit: mehr als 80 Prozent aller Haushaltshilfen arbeiten schwarz.

Wieso arbeiten so
viele Haushaltshilfen schwarz?

Doch wieso meldet ein Großteil der Arbeitgeber die
Putzhilfen nicht an? In erster Linie ist die Anmeldung mit Aufwand verbunden.
So muss die Arbeitskraft online bei der Minijob-Zentrale angemeldet werden. Bei
dem sogenannten Haushaltscheck-Verfahren wird neben der
Sozialversicherungsnummer auch die Krankenkasse benötigt. Diese sind jedoch nur
vorhanden, wenn die Arbeitskraft über eine Arbeitserlaubnis verfügt. Ein
weiterer Grund für die Schwarzarbeit ist die Einsparung der Sozialabgaben. Diese
fallen zwar gerade bei einem Minijob in einem Privathaushalt niedrig aus,
bedeuten aber dennoch eine zusätzliche Ausgabe. Außerdem hat der angemeldete Minijobber einen Anspruch auf Mindestlohn, Urlaub und Lohnfortzahlung im
Krankheitsfall. Doch nicht nur der Arbeitgeber kann ein Interesse an
Schwarzarbeit haben: Eine nicht angemeldete Haushaltshilfe kann ohne weiteres mehrere
Arbeitsplätze haben und so ohne steuerliche Abgaben mehr als die zugelassenen
450€ verdienen.

Schwarzarbeit in
Deutschland sinkt

Doch wie soll man gegen die Schwarzarbeit vorgehen? Die
zuständigen Stellen wissen um die Problematik und haben bereits einige
Maßnahmen ergriffen, um die Anmeldung der Haushaltshilfen attraktiver zu machen.
So wurde etwa ein vereinfachtes Online-Anmeldeverfahren entwickelt. Außerdem gibt
es Steuervorteile für die privaten Arbeitgeber: So können die Abgaben für die Haushaltshilfe durch einen
Antrag um 20% gesenkt werden. Ebenso positiv für Arbeitgeber und Arbeitnehmer
ist das Vorhandensein einer Unfallversicherung, die im Ernstfall für den
Schaden aufkommt. Außerdem sollen die teilweise hohen Geldstrafen für
Schwarzarbeit zur Abschreckung dienen. Trotz der immer noch drastischen Zahl von Schwarzarbeitern scheinen die Anreize Wirkung zu zeigen: Obwohl die Zahl der
Haushaltshilfen in den letzten Jahren angestiegen ist, sinkt der entsprechende
Anteil an illegal Beschäftigten immer weiter ab. Es bleibt abzuwarten, ob diese
Entwicklung auch in Zukunft anhält.

Weitere Informationen zu den Themen Schwarzarbeit und
Minijob finden Sie hier und hier.

Quellehttp://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/illegal-80-prozent-aller-haushaltshilfen-arbeiten-schwarz-a-1105570.html


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