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Skrupelloser Rechtsanwalt wegen Betruges verurteilt

Mann mit Aktenkoffer in der Hand verkreuzt Finger hinter seinem Rücken
iStock/t_ravichandu

Ein ehemaliger Rechtsanwalt,
der mehrfach das Geld seiner Mandanten veruntreut hatte, muss nun wegen
Betruges und Untreue für zwei Jahre und neun Monate ins Gefängnis. Das
Oberlandesgericht Oldenburg hat nach einem langen Rechtsstreit das Urteil des
Landgerichts Oldenburg bestätigt.

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Rechtsanwalt veruntreut Geld seines Auftraggebers

Der Rechtsanwalt suchte im
Jahr 2007 unter falschem Vorwand die Ehefrau eines inhaftierten Mandanten auf.
Er behauptete ihr gegenüber, dass eine Hausdurchsuchung bevorstehe. Um ihr
Eigentum zu schützen, solle sie ihm vorsichtshalber ihr Bargeld und alle
Wertsachen aushändigen, damit er die Gegenstände sicher für sie lagern könne. Die
42.000 Euro, die er daraufhin von der Frau bekam, bewahrte er jedoch nicht auf,
sondern verwendete sie für eigene Zwecke. Auch als er ein Jahr später von dem
gleichen Mandanten beauftragt wurde, in dessen Namen zwei Lebensversicherer in
Anspruch zu nehmen, veruntreute er erneut das Geld seines Kunden. Der Anwalt
verbuchte die von den Lebensversicherern auf sein Konto ausgezahlten Beträge in
Höhe von insgesamt 20.000 Euro als Einnahme und behielt sie kurzerhand
selbst.

Erneut werden Mandanten um mehrere Tausend Euro
betrogen

Nur wenige Jahre später zeigte
sich der Anwalt erneut skrupellos. Nachdem er im Jahr 2010 für einen Mandanten erfolgreich
ein Zivilverfahren beendet hatte, bekam er von der unterlegenen Partei einen
Scheck in Höhe von rund 26.000 Euro ausgestellt. Anstatt diesen Betrag, wie
vereinbart, an die Gläubiger seines Mandanten weiterzuleiten, buchte er das
Geld auf sein eigenes Konto. Im
gleichen Jahr beschaffte sich der Rechtsanwalt unter einem falschen Vorwand auch
noch 25.000 Euro von einem Ehepaar, das seine Dienste in Anspruch genommen
hatte. Insgesamt veruntreute er mehr als 100.000 Euro.

Betrügerischer Rechtsanwalt wird zu einer Freiheitsstrafe
von zwei Jahren und neun Monaten verurteilt

Nachdem die Machenschaften
des Anwaltes schließlich aufflogen, verurteilte ihn das Amtsgericht Oldenburg
wegen Betruges und Untreue in drei Fällen zu einer Freiheitsstrafe von drei
Jahren und vier Monaten. Zusätzlich wurde ein dreijähriges Berufsverbot gegen
den Juristen ausgesprochen. Die Berufung des Urteils vor dem Landgericht Oldenburg
war teilweise erfolgreich. Zwar bestätigte das Landgericht den vorinstanzlichen
Schuldspruch, allerdings reduzierte es das Strafmaß auf zwei Jahre und neun
Monate. Weitere Bemühungen des verurteilten Anwalts, seine Haftstrafe
abzuwenden, blieben jedoch ergebnislos.

Quelle: Pressemitteilung des Oberlandesgerichts
Oldenburg vom 21.01.2016, AZ: 1 Ss 236/15 

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