Anwalt vor Ort finden

Rechtsanwälte in Ihrer Nähe

Anwalt finden

Mit einem Anwalt sprechen

Schnell am Telefon Hilfe erhalten

Anwalt anrufen

Schriftliche Frage stellen

Rechtsanwalt antwortet schriftlich

Jetzt buchen

Schwere gesundheitliche Schäden nach Blutspende

Um ihren kranken Mitmenschen helfen zu können, entschließen sich vermehrt Menschen zu einer Blutspende. Ein harmloser Stich in die Armbeuge und das Blut kann schnell entnommen werden. Doch was, wenn diese harmlose Blutentnahme plötzlich einen schweren gesundheitlichen Schaden hervorruft? Mit genau einem solchen Fall musste sich der Bundesgerichtshof auseinandersetzen. Traumatisierung des Hautnervs Der Kläger war Blutspender und erlitt aufgrund des Kanüleneinstichs “eine Traumatisierung des Hautnervs des linken Unterarms”, weshalb er seitdem chronifizierte neuropathische Schmerzen ertragen musste. Eine solche Traumatisierung kann bei einer Blutspende durchaus eintreten, dies passiert allerdings nur sehr selten. Der Kläger muss regelmäßig Schmerzmittel zu sich nehmen, was seine Schmerzen im linken Arm jedoch nicht linderte. Dass es jemals zu einer vollkommenen Heilung kommt, ist so gut wie ausgeschlossen. Durch die dauernde Schmerzmitteleinnahme ist es dem Kläger lediglich möglich, seinen Beruf als Polizeibeamter halbschichtig auszuüben. Über eventuelle Risiken einer Blutspende sei er nicht aufgeklärt worden. Aus diesem Grund fordert er von dem besagten Blutspendedienst Schadensersatz, Schmerzensgeld sowie die Ersatzpflicht für mögliche weitere Schäden. BGH gibt Vorinstanz Recht Die Klage wurde zunächst vom Landgericht abgewiesen. Auf die Berufung gab das Oberlandesgericht der Klage statt. Der Bundesgerichtshof bestätigte “die vom Berufungsgericht an die Risikoaufklärung vor einer Blutspende angelegten Maßstäbe”. Insbesondere ein fremdnütziger Blutspender müsse demnach über jedes Risiko aufgeklärt werden, damit er abwägen kann, ob er bereit ist, evenutell eine gesundheitliche Beeinträchtigung in Kauf zu nehmen, um der Allgemeinheit zu helfen. Quelle:

Kostenlose Erstberatung beantragen

Ihre Daten werden, streng vertraulich, nur an einen einzigen Rechtsanwalt übermittelt.

image
  • Pressemitteilung des Bundesgerichtshofs vom 14. März 2006

Beitrags-Navigation


Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.



Zu diesem Thema mit einem Anwalt sprechen!

29*

15 Minuten

    • 15 Minuten Telefonat mit einem Anwalt
    • Antwort auf eine konkrete kurze Fragestellung

Jetzt buchen

49*

30 Minuten

meistgekauft

    • 30 Minuten Telefonat mit einem Anwalt
    • Juristische Erläuterung des Problems & Handlungsempfehlung

Jetzt buchen

69*

45 Minuten

    • 45 Minuten Telefonat mit einem Anwalt
    • Diskussion eines komplexeren Problems und konkrete Tipps

Jetzt buchen

Haben Sie eine Frage zu diesem Thema und suchen die passende Rechtsberatung?

Anwalt anrufen