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Pfandflaschenautomat um 44.000 Euro beraubt

Zwei Pfandflaschen und Kleingeld auf einem Tisch
fotolia.com/MIKE RICHTER
Ein 37-jähriger Mann stand wegen gewerbsmäßigen Betrugs in Köln vor Gericht. Der Grund dafür war, dass er einen Pfandflaschenautomaten um eine stattliche Summe von 44.000 Euro beraubt haben soll. Ein Urteil in diesem Fall ist bereits gesprochen.

Wie konnte der Mann eine so hohe Summe erbeuten?

Wird das Geld am Monatsende knapp, greifen viele Leute auf die Abgabe ihrer Pfandflaschen zurück. Hierbei kommen relativ schnell höhere Summen zu Stande. Die wenigsten dürfen dabei allerdings eine stattliche Summe von über 40.000 Euro zusammen bekommen haben. Der Richter konnte seine Bewunderung gegenüber dem Angeklagten nicht zurückhalten: „Das ist ja schon eine logistische Meisterleistung. Da haben Sie ja den ganzen Tag nichts anderes gemacht als den Automaten zu bedienen.“ Da hatte der Richter wohl nicht ganz Unrecht. Der 37-jährige Mann bewies bei seinem Vorgehen durchaus Kreativität. Er ließ ein und die selbe Flasche rund 180.000-mal durch den Pfandflaschenautomaten einlesen. Dabei manipulierte er den Automaten mit Hilfe eines Holztunnels und eines Magnetsensors so, dass er die Flasche einscannte und verbuchte. Die Pfandflasche wurde dabei allerdings nicht zerkleinert. Es ist nicht bekannt, über welchen Zeitraum der Mann die Pfandflasche immer wieder einlesen ließ. Am Ende kam er damit auf eine Summe von 44.362,75 Euro. 

Wie handelte das Gericht?

Das Amtsgericht (AG) Köln verurteilte den Mann wegen gewerbsmäßigen Betrugs zu einer Freiheitsstrafe von zehn Monaten auf Bewährung (Urt. v. 16.11.2016, Az: 612 Ls 73/16). Gerichtssprecher Volker Köhler erklärte hierzu, dass ein Computerbetrug nach § 263a Abs.1 Strafgesetzbuch (StGB) dabei allerdings nicht vorgelegen habe. Der eigentliche Vorgang der Datenverarbeitung sei dabei nicht beeinflusst worden. Erst durch die mechanische Manipulation sei das Personal an der Abbrechungsstelle getäuscht worden. Dem Betreiber des Pfandautomaten, der deutschen Pfandsystem GmbH, fiel der Betrug zuerst nicht auf. Durch einen anonymen Hinweis an die Polizei ist der Mann schließlich aufgeflogen.
Quelle:
http://www.lto.de/recht/kurioses/k/ag-koeln-pfandautomat-flasche-44000-euro-betrug-10-monate-bewaehrung/

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