Rechtliche Regelungen rund um den Weihnachtsbaum

Ⓒfotolia/Jürgen Fälchle

O Tannenbaum

Verfasst von am 19. Dezember 2015 in Allgemein

Der Weihnachtsbaum gehört zu einem besinnlichen Fest einfach
dazu. Doch der Christbaum hat in vielen Familien bereits für reichlich Ärger
gesorgt, vor allem wenn er nicht nur mit Kugeln und Lametta verziert ist,
sondern brennende Kerzen für den nötigen Schein sorgen. Aber auch schon der
Kauf der Tanne kann zu Unstimmigkeiten führen.

 

Lärmender Weihnachtsbaumverkauf

 

Vor den Weihnachtsfeiertagen und an Heiligabend preisen viele
Christbaumverkäufer ihre Tannen auf Plätzen und Straßen der Stadt an. Durch den
lauten Verkauf fühlen sich viele Anwohner gestört. So auch in einem konkreten
Fall, in welchem ein Anwohner sich darüber beschwerte, dass auf einem freien Gelände
in der Nähe seiner Wohnung schon seit Jahren Weihnachtsbäume verkauft wurden.
Vor Gericht hatte er Erfolg. Der Christbaumverkauf sei unzulässig, falls der
Bebauungsplan in einem Wohngebiet Gewerbebetriebe ausschließe. Darüber hinaus
wurden die Tannen und Fichten nicht nur den Anwohner, sondern vor allem dem
Durchgangsverkehr angeboten.

 

Quelle: Urteil des Verwaltungsgerichts Neustadt: AZ: 4
L 1070/10.NW)

 

Brennender
Christbaum

 

Zu
einem traditionellen Christbaum gehören auch echte Kerzen. Doch diese können
eine gefährliche Feuerquelle darstellen. Immer wieder kommt es vor, dass die
Menschen vergessen, diese auszupusten. So auch in einem konkreten Fall, bei dem
ein betrunkener Mann auf der Couch eingeschlafen ist und die Kerzen zuvor nicht
ausgemacht hatte. Schnell brannte seine Wohnung und das Feuer griff auf das
Gebäude über. Den Schaden musste der Mann selbst bezahlen, da er seiner
Sorgfaltspflicht nicht nachgekommen ist.

 

Quelle:
Urteil des Oberlandesgerichts Köln (AZ: 9 U 113/09)

 

Wer muss Tannenbaumnadeln auf dem Gemeinschaftsweg beseitigen?

 

Nach den Festtagen hat der Weihnachtsbaum meist ausgedient
und muss entsorgt werden. Das geschieht in der Regel jedoch nicht ohne Spuren.
Durch das lange Stehen verliert der Baum viele Nadeln, die auf dem Weg aus der
Wohnung meist den Flur und das Außengelände beschmutzen. Dies war auch bei
einer Familie der Fall, die ein Wegerecht über das Nachbargrundstück besaß. Die
Nachbarn beschwerten sich über die Wegverschmutzung durch die Tannennadeln. Zu
Recht, wie das Oberlandesgericht Frankfurt urteilte. Die Familie nutzte das
Grundstück des Nachbarn übermäßig und war somit zur Reinigung des Weges
verpflichtet.  

 

Quelle:
Urteil des Oberlandesgerichts Frankfurt/Main (AZ: 19 U 273/08).

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Fröhliche Weihnachten von rechtsanwalt.com 

Urlaub an Weihnachten?

Keine Weihnachtsdeko im Treppenhaus


Telefonische Rechtsberatung

Telefonische Rechtsberatung

  • sofortige Rechtsauskunft
  • anwaltliche Ersteinschätzung
  • zum Festpreis ab 29€
Online Rechtsberatung

Schriftliche Rechtsberatung

  • Antwort in Ø 2 Stunden
  • Schwarz auf Weiß
  • zum Festpreis ab 99€
Anwalt vor Ort

Rechtsberatung vor Ort

  • direkte Kontaktaufnahme zum Anwalt
  • rechtlicher, persönlicher Beistand
  • ausgewählte, profilierte Rechtsanwälte