Es gibt den Fach­an­walt für Mig­ra­ti­ons­recht

Verfasst von Theresa Smit am 31. Juli 2019

Akte mit der Beschriftung
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Deutschland ist bereits seit vielen Jahren ein beliebtes Land für Migranten. Doch seit 2015 kommen, durch die hohe Migrantenwelle zahlreiche Unsicherheiten auf. Vor allem in Bezug auf die Verwaltungsstrukturen.  Das komplizierte Migrationsrecht birgt viele Schwierigkeiten. Es werden speziell ausgebildete Rechtsanwälte benötigt um die rechtlichen Fragen der Flüchtlinge zu beantworten und Hilfe zu leisten. Bis jetzt war das Migrationsrecht eher ein Nebenbereich, der nun jedoch erheblich ausgeweitet werden muss, um der wachsenden Zahl der Migranten-Mandanten gerecht zu werden. Diesem Umstand hat die Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK) Folge getragen und den Fachanwaltstitel für Migrationsrecht eingeführt.

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Was ist ein Fachanwalt?

Innerhalb Deutschlands erhält ein Rechtsanwalt einen Fachanwaltstitel, wenn er über besondere  Erfahrungen und Kenntnisse in einem bestimmten Rechtsgebiet verfügt. Nach § 43c der Bundesrechtsanwaltsordnung (BRAO) muss er dafür einen Antrag bei der zuständigen Rechtsanwaltskammer stellen, mehrere Prüfungen ablegen und Nachweise über seine Qualifikationen erbringen. Außerdem muss der Anwalt eine je nach Fachgebiet unterschiedliche Zahl von Fällen
bearbeitet haben. Um den Titel des Fachanwalts dauerhaft führen zu dürfen, sind jährliche Fortbildungen nötig, die eine fachgerechte Beratung der Mandanten gewährleisten sollen. Der neue Fachanwalt für Migrationsrecht ist der 23. Titel, von denen ein Rechtsanwalt bei ausreichender Qualifikation maximal drei verwenden darf.

Fachanwalt für Migrationsrecht

Bislang gibt es für Rechtsanwälte die Möglichkeit, sich auf den Bereich des Ausländer- und Asylrechts zu spezialisieren. Die Zahl der Rechtsbeistände ist jedoch viel zu gering, um den Bedarf abzudecken.  Außerdem existiert in diesem Bereich kein Fachanwaltstitel, durch den besonders qualifizierte Anwälte gekennzeichnet werden können. Dieses Fachwissen ist jedoch dringend nötig, um sich mit den aktuellen nationalen Bestimmungen, Migrationsregelungen und dem Flüchtlingsschutz auszukennen. Außerdem werden Kenntnisse aus dem Bereich des Arbeits-, Sozial- und Strafrechts benötigt. Mithilfe dieser können etwa Fragen zu Arbeitserlaubnissen, finanzieller Unterstützung und zum Opferschutz geklärt
werden. Durch den neuen Fachanwaltstitel wird jedoch nicht nur die Beratung von Flüchtlingen gefördert, sie spielt auch bei Fragen zur Arbeitsmigration eine große Rolle.  

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