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Mietminderung bei Legionellen im Trinkwasser rechtens

Legionellen im Trinkwasser
istockphoto.com/xrender

Gemäß dem Urteil des Amtsgerichts Dresden kann die Miete um 25 Prozent gemindert werden, wenn das Trinkwasser in einer Mietwohnung von Legionellen befallen ist.

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Mieter senkten Miete um 25 Prozent

Hintergrund der Entscheidung waren Mieter einer Wohnung, die eine Mietminderung von 25 Prozent ohne eindeutige Zustimmung des Vermieters durchführten, als bekannt wurde, dass die Konzentration von Legionellen im Trinkwasser deutlich erhöht war. Der gemessene Wert lag bei 14.000 KBE (Kolonienbildende Einheiten)/100 ml. Als zulässig gilt jedoch gemäß der Trinkwasserverordnung ein Grenzwert von 100 KBE/100 ml.

Daraufhin installierte die Vermieterin im Duschkopf einen Filter, der letztlich die Legionellenkonzentration auf 3.700 KBE/ 100 ml absenkte.

Legionellen (Legionella) sind Bakterien, die im Süßwasser vorkommen und sich bei Wassertemperaturen von 30 bis 45°C sprunghaft vermehren. Diese Art der Bakterien können in einer hohen Konzentration für den Menschen gesundheitsgefährdend sein und bis zum Tode führen. Eine Infektion entsteht vornehmlich durch Einatmen von legionellenbefallenem Wasser oder durch Trinkwasser, welches in die Luftröhre oder Lunge gelangt.

Die Vermieterin hielt die angesetzte Mietminderung von 25 Prozent seitens der Mieter als zu hoch und verwies auf eine deutlich geringere Mietminderung. Da die Mieter dies nicht hinnehmen wollten, landete der Fall schließlich vor Gericht.

Mieter dürfen Miete bei Legionellen um 25 Prozent senken

Das Amtsgericht Dresden urteilte zu Gunsten der Mieter mit der Begründung, dass den Mietern laut § 536 Abs. 1 BGB eine Mietminderung von 25 Prozent zustünde, da durch den Befall von Legionellen das Trinkwasser gesundheitsgefährdend sei. Dadurch bestünde ein Mietmangel, der wiederum zu einer wesentlichen Tauglichkeitsminderung der Wohnung führt.

Absenkung der Legionellenkonzentration schließt Mietminderung nicht aus

Auch die Tatsache, dass ein Filter im Duschkopf eingebaut wurde, führt nicht unweigerlich dazu, dass im Mietrecht die Miete nicht gemindert werden darf. Da nur die Konzentration von Legionellen im Trinkwasser gemindert wurde und nicht vollständig beseitigt, sei der Wert der Wohnung aufgrund der gesundheitsgefährdenden Risiken deutlich verringert worden.

Zudem teilt das Amtsgericht mit, dass lediglich die Befürchtung einer Gefahr ausreiche, um im Mietrecht eine Mietminderung durchzusetzen. Es muss nicht unweigerlich ein Schadensfall auftreten oder aufgetreten sein.

Weitere Informationen zum Thema Mietminderung

Weitere Informationen zur Mietminderung können auf Mietminderungstabelle eingesehen werden.

Kompetente und umfassende Beratung im Mietrecht ist auf der Deutschen Rechtsanwaltshotline zu finden.

  • Quelle: Amtsgericht Dresden, Urteil vom 11.11.2013 – 148 C 5353/13 –

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