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Das Portal Mitfahrgelegenheit.de wurde durch das französische BlaBlaCar aufgekauft. Nach der Übernahme haben Unbekannte eine Kundendatenbank kopiert. Nun müssen hunderttausende Ex-Kunden des Portals Angst um ihre Daten haben.

Welche Kundendaten wurden entwendet?

Mitfahrportale wie Mitfahrgelegenheit.de stellen für ihre Kunden unter anderem eine vergünstigte Alternative zu Bahnreisen dar. Das Ziel eines solchen Portals ist es, eine Fahrgemeinschaft zu gründen und somit günstig und schnell an sein gewünschtes Reiseziel zu gelangen. Um eine Fahrgemeinschaft zu bilden, muss man lediglich seine personenbezogenen Daten und den gewünschten Ab- und Anreiseort angeben. Im März wurde das einst beliebte Portal Mitfahrgelegenheit.de nach 15 Jahren abgeschaltet. Dennoch haben Unbekannte eine Datenbank des Portals kopiert, in der die Daten hunderttausender Nutzer enthalten sind. In dem fraglichen Datensatz sollen 638.000 IBAN-Nummern und Kontonummern enthalten sein. Außerdem sollen darin auch 101.000 E-Mail-Adressen, 15.000 Mobilfunknummern sowie teilweise Namen und Adressen ehemaliger Mitglieder beinhaltet sein. Dies teilte die Comuto  Deutschland GmbH mit. Das Unternehmen ist eine Tochtergesellschaft der französischen Comuto SA. Dieser gehört ebenfalls das Mitfahrportal BlaBlaCar an.

Wozu sollten die Daten verwendet werden?

BlaBlaCar-Manager Oliver Bremer erklärte hierzu, dass man die Daten der ehemaligen Kunden von Mitfahrgelegenheit.de für eine spätere Analyse habe verwenden wollen. Die Daten hätten hierzu eigentlich anonymisiert werden sollen. Dies sei allerdings nur teilweise geschehen. Das Unternehmen hatte die Kundendaten in einer Cloud gespeichert. Aus dieser sollen sowohl die Datenbank als auch 20 weitere Daten entwendet worden sein. Bei einer Kontrolle der sogenannten Log-Dateien sei einem Administrator der unerlaubte Zugriff aufgefallen. Bereits Mitte Oktober soll es zu dieser Attacke gekommen sein. Es heißt aber, dass Kundendaten von BlaBlaCar von dem Diebstahl nicht betroffen seien.

Welche Gefahr besteht dadurch für ehemalige Kunden?

Nach Auffassung von Oliver Bremer sind die verschiedenen Datentypen nicht miteinander verknüpft. Demnach lassen sich beispielsweise Namen nicht einer bestimmten IBAN oder Telefonnummer zuordnen. Es bestehe aber trotzdem die Möglichkeit, dass Kriminelle die Bankdaten nutzen, um per Lastschrift Geld von den betroffenen Konten einzuziehen. Die Opfer hätten in solchen Fällen aber die Möglichkeit, die Zahlungen über ihre Bank zu stornieren. Der Fall wird aktuell noch untersucht. Laut Comuto soll das Archiv danach durch die Strafverfolgungsbehörden gelöscht werden. Sowohl die Polizei als auch die Datenschutzbehörden seien darüber informiert worden. Über eine speziell für diesen Fall eingerichtete Telefonnummer haben ehemalige Kunden von Mitfahrgelegenheit.de die Möglichkeit, sich darüber zu informieren, ob sie davon betroffen sind.
Quelle:
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/mitfahrgelegenheit-de-daten-von-hunderttausenden-mitgliedern-erbeutet-a-1123518.html

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