Oberarmtätowierung bei einer Frau durch einen Tätowierer

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Zum Zeichen ewiger Verbundenheit mag ein Tattoo eine liebevolle Idee sein. Doch was, wenn einem das Endergebnis nicht gefällt? Das Amtsgerichts Augsburg entschied, dass bei einem misslungenen Tattoo keine Ansprüche gegen das Tattoo-Studio bestehen.

Weshalb hat die Klägerin keine Ansprüche gegen das Tattoo-Studio?

Eine Frau war mit dem Ergebnis nach dem Besuch beim Tätowierer nicht zufrieden. Das Amtsgericht (AG) Augsburg entschied in einem jetzt bekannt gewordenen Beschluss, dass sie keinen Anspruch auf Schadensersatz und Schmerzensgeld hat (v. 01.09.2015, Az. 73 C 2506/15). Die Begründung hierfür ist, dass das Endergebnis einer Tätowierung nicht vorhersehbar sei. Deshalb schieden Ansprüche aus, wenn der Tätowierte nach dem Eingriff nicht zufrieden sein sollte. Die Klägerin ist eine Mutter, die sich aus Stolz auf ihre beiden Töchter deren Namen und Geburtstage mit Sternchen verziert auf ihren Arm tätowieren lies. Weil das Tattoo ihrer Ansicht nach sowohl ungleichmäßig gestochen als auch unscharf gewesen sei, verklagte sie das Tattoo-Studio.  Sie verlangte Schadensersatz für die von ihr an das Studio gezahlten 150 Euro und die Entfernungskosten in Höhe von 500 Euro. Außerdem forderte sie auch Schmerzensgeld in Höhe von 2.000 Euro.

Klägerin legte gegen Beschluss des AG Beschwerde ein

Nach Aktenprüfung räumte das Gericht dieser Klage jedoch keine großen Erfolgsaussichten ein. Aus diesem Grund lehnte es die beantragte Prozesskostenhilfe ab. Die Tätowierung sei in Ordnung. Dies ginge aus einem von der Mutter bei Facebook geposteten Foto hervor. Bei Arbeiten unter der Haut könne außerdem das Endergebnis nicht sicher vorhergesehen werden. Dies liege in der Natur der Sache. Im Studio habe man sie zuvor ausdrücklich darüber aufgeklärt, dass das Motiv beim Heilungsprozess verlaufen könnte. Die natürliche Hautalterung könne ebenfalls das Ergebnis beeinflussen. Vor dem Landgericht (LG) Augsburg hatte die Beschwerde der Klägerin gegen den Beschluss des Amtsgerichts keinen Erfolg. Aufgrund der anfallenden Prozesskosten, verfolgte sie ihre Forderung auch nicht weiter. Damit ist der ablehnende Beschluss des AG Augsburg bestandskräftig
Quelle:
http://www.lto.de/recht/nachrichten/n/ag-augsburg-73c250615-tattoo-verunstaltet-studio-haftung-schadensersatz-schmerzensgeld/

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