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Keine Arbeit bei Grippeerkrankung

Verfasst von am 25. November 2015 in Allgemein

Fieber, Gliederschmerzen und Schnupfen – Anzeichen einer harmlosen Erkältung oder steckt doch das Influenza-Virus dahinter? Jedes Jahr erkranken rund zehn bis zwanzig Prozent der gesamten Weltbevölkerung an der Grippe. In manchen Fällen nimmt die Erkrankung einen derart schweren Verlauf,dass sie sogar tödlich endet. Trotzdem nehmen viele Arbeitgeber die Gefahren der Grippe für ihre Arbeitnehmer nicht ernst genug und verlangen, dass diese auch mit Fieber und Kopfschmerzen im Büro erscheinen. Aber darf der Chef das überhaupt verlangen?

Was sind die Symptome einer Grippe?

Erste Symptome einer Influenza sind unter anderem Schüttelfrost, Fieber, Halsschmerzen, Übelkeit und starke Kopfschmerzen. Durch die Grippe wird das Immunsystem geschwächt und Bakterien können somit leichter in den Körper eindringen; eine Sekundärinfektion ist demnach keine Seltenheit und die Hauptursache, wenn die Grippe tödlich endet.

Welche Schutzmaßnahmen vor einer Grippe gibt es?

Um eine schnelle Heilung zu erzielen, sollten Erkrankte sich schonen und eine strikte Bettruhe einhalten. Neben Schmerzmitteln und Inhalationen werden meist auch antivirale Stoffe eingesetzt, die am besten innerhalb von 48 Stunden nach dem Krankheitsbeginn eingenommen werden sollten,um eine Vermehrung der Viren zu vermeiden. Doch auch bei der Grippe gilt:Vorsorge ist besser als Nachsorge und deshalb sollte man einer Erkrankung durcheine Grippeschutzimpfung vorbeugen. Von dieser Schutzimpfung sollten vor allem Menschen ab dem 60. Lebensjahr und risikobehaftete Gruppen, wie beispielsweise Menschen mit chronischen Atem- und Herzerkrankungen, einer Abwehrschwäche oder Diabetes, Gebrauch machen. Doch auch eine solche Impfung schützt nicht zu hundert Prozent, denn das Grippevirus mutiert sehr schnell und es gibt verschiedene Erregerstämme. Es kann also durchaus vorkommen, dass die Impfung nicht richtig wirkt.
Gründliche Hygiene ist besonders in der Grippesaison wichtig, um sich vor den Erregern zu schützen. Die Hände gründlich mit Wasser und Seife waschen und den Kontakt zwischen Händen und Schleimhäuten von Mund,Augen und Nase vermeiden, ist ratsam. Während einer Grippewelle sollte man auch auf das Händeschütteln verzichten und Abstand zu hustenden und niesenden Menschen halten. Erkrankte sollten unbedingt gemieden und Räume ausreichend gelüftet werden.

Auswirkungen der Grippe auf die Wirtschaft

Die Grippeepidemie wirkt sich nicht nur negativ auf die Gesundheit aus, sondern hat auch Konsequenzen auf die Wirtschaft des Landes. Dadas Virus relativ schnell übertragbar ist und sich viele Arbeitnehmer krankmelden, wird in dieser Zeit weniger produziert und konsumiert. Wenn eine flächendeckende Impfung erfolgen würde, könnte man einen volkswirtschaftlichen Schaden von circa 1,32 Milliarden Euro verhindern. Es käme zu weniger schwerwiegenden Krankheitsfällen, die eine kostenintensive Behandlung notwendig machen, bzw. zu weniger Todesfällen. Eine Impfpflicht würde sich also durchaus positiv auf die Volkswirtschaft auswirken.

Korrektes Verhalten des Arbeitnehmers im Krankheitsfall

Generell gilt, dass Arbeitnehmer nicht im Büro erscheinen müssen, wenn sie arbeitsunfähig krank sind. Ein Grippevirus bedingt allerdings nicht sofort eine Arbeitsunfähigkeit. Die muss der Arbeitnehmer im Zweifel mit Hilfe eines ärztlichen Attests nachweisen. Zudem sollten Erkrankte Rücksicht auf ihre Kollegen nehmen, schließlich kann sich der Virus schnell verbreiten.Es ist also ratsam, dass Grippekranke sich zunächst zu Hause ausruhen, bevor sie wieder auf der Arbeit erscheinen. 

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