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Ist die Weihnachtsfeier Pflicht?

Verfasst von am 10. Dezember 2015 in Allgemein

Vorweihnachtszeit bedeutet auch immer Feierzeit. Doch ist der Chef verpflichtet, eine Weihnachtsfeier auszurichten? Und wie ist das eigentlich mit dem Weihnachtsgeld? Hat jeder Arbeitnehmer einen Anspruch darauf?

Gibt es eine Teilnahmepflicht an der Weihnachtsfeier?

Grundsätzlich muss der Chef keine Weihnachtsfeier ausrichten. Selbst wenn er dies in den Jahren zuvor bereits getan hat. Dennoch sind Vorgesetzte gut darin beraten, eine Feier zu veranstalten, schließlich wirkt sich dies positiv auf das Betriebsklima aus. Durch diese Art der Wertschätzung werden Mitarbeiter motiviert und die Teamleistung gefördert. Arbeitnehmer sind gesetzlich nicht dazu verpflichtet, an der Feier teilzunehmen. Dies geschieht auf freiwilliger Basis. Findet die Feier während der Arbeitszeit statt, so müssen die Arbeitnehmer, die nicht partizipieren möchten, arbeiten. Falls der Betrieb während der Veranstaltung eingestellt wird, dürfen die Feiermuffel erst nach Hause, wenn der Chef dies erlaubt hat. Ansonsten verstoßen sie gegen das Arbeitsrecht.

Vorsicht mit dem Alkohol!

Feierwütige aufgepasst! Eine Weihnachtsfeier bedeutet nicht automatisch die Befreiung von allen arbeitsvertraglichen Pflichten. Alkohol sollte besser nur in Maßen genossen werden, denn bei Beleidigungen oder Belästigungen gegenüber dem Chef oder den Kollegen können arbeitsrechtliche Konsequenzen folgen. Eine Abmahnung oder sogar fristlose Kündigung sind keine Seltenheit.

Unfall auf der Weihnachtsfeier

Der Alkohol fließt auf Weihnachtsfeiern bekanntlich besonders schnell. Übermut und Feierlaune begünstigen leichtsinniges Verhalten und so kann die Tanzeinlage auf dem Tisch z uernsthaften Verletzungen führen. Unfälle auf dem Nachhauseweg von der Feier sind darüber hinaus nicht unüblich. Doch wer haftet, wenn etwas passiert? Hier gibtes jedes Jahr erneut Streitigkeiten mit den Versicherungsträgern, denn die Unfälle auf der Weihnachtsfeier sind nicht immer gänzlich durch die gesetzliche Unfallversicherung abgedeckt. Sie haftet nur dann vollständig, wenn mindestens 20 Prozent der Arbeitnehmer sowie der Arbeitgeber bzw. ein leitender Angestellter daran teilnehmen. Unfälle während der Feier sowie auf dem Hin- und Rückweg sind in diesem Fall abgedeckt. Sollte der Arbeitnehmer allerdings später woanders weiterfeiern, zahlt die Versicherung für den Weg dorthin nichts.  

Wer hat ein Recht auf Weihnachtsgeld?

Der Chef muss seinen Mitarbeitern kein Weihnachtsgeld zahlen. Dies ist so wie die Weihnachtsfeier auch, eine freiwillige Leistung. Ein Recht darauf gibt es lediglich, wenn es im Arbeitsvertrag,Tarifvertrag oder der Betriebsvereinbarung beschlossen wurde. Wenn Arbeitnehmer darauf verzichten, auf die Weihnachtsfeier zu gehen, können sie nicht die dadurch eingesparten Kosten als Auszahlung vom Arbeitgeber verlangen.

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