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Nach den Anschlägen von Paris im November letzten Jahres
wurden nur auch die türkische und die indonesische Hauptstadt angegriffen. Doch
ist der Islamische Staat (IS) auch für diese Attentate verantwortlich?

Zahlreiche Tote bei
Anschlag in der Altstadt von Istanbul

Am Dienstag hatte sich ein Attentäter auf dem Vorplatz der
berühmten Haga Sophia und der Blauen Moschee selbst in die Luft gesprengt und
dabei 11 Menschen getötet und 15 weitere
verletzt. Der Täter hatte die Bombe offenbar gezielt in der Nähe einer
deutschen Reisegruppe gezündet und riss dabei 10 deutsche Staatsangehörige mit in den Tod. Die
türkische Regierung verhängt daraufhin eine Nachrichtensperre. Das Auswärtige
Amt reagierte mit der Aufstellung eines Krisenstabes. Erst im Januar letzten
Jahres hatte sich eine Selbstmordattentäterin im selben Viertel in die Luft
gesprengt. Im Juli gab es einen Anschlag an der Grenze zu Syrien, im Oktober
wurden mehrere hundert Menschen bei einem Selbstmordattentat während einer
Friedensdemonstration getötet.

Deutsche nicht als
Hauptziel bei Anschlag in Istanbul

Trotz der zahlreichen deutschen Opfer war nach Angaben des
Präsidenten des Bundeskriminalamts die Türkei das primäre Ziel des Anschlags.
Der türkische Geheimdienst soll bereits im Vorfeld über eine mögliche Gefahr
für Anschläge des IS auf Ausländer berichtet haben. Die türkische Regierung konnte
inzwischen den Attentäter identifizieren. Es soll sich dabei um einen Mann syrischer
Herkunft handeln, der zur Terrorgruppe IS gehören soll. Dennoch hat sich der IS
bis jetzt noch nicht zu der Tat bekannt. Das könnte zum einen daran liegen,
dass die Organisation sich nicht öffentlich gegen die türkische Regierung
stellen möchte. Auf der anderen Seite könnten jedoch auch kurdische
Separatisten der Arbeiterpartei  PKK verantwortlich
sein. Diese sprengten erst am Donnerstag ein türkisches Polizeigebäude in die
Luft und töteten sechs Menschen.

Terrorangriff auf
Einkaufszentrum in Jakarta

Nur zwei Tage nach den Attentaten in Istanbul verübten 14
Terroristen einen Anschlag auf ein Einkaufszentrum in der indonesischen
Hauptstadt Jakarta. Zunächst griffen sie mehrere Polizisten an und drangen
schließlich in das Gebäude ein, wo sie mehrere Explosionen auslösten.
Mindestens zwei Selbstmordattentäter sollen sich in die Luft gesprengt haben, dabei
wurden sieben Menschen getötet. Inzwischen hat sich der Islamische Staat
indirekt durch einen Bericht der Nachrichtenagentur Aamaq zu dem Anschlag
bekannt. Ein konkretes Mitglied des IS, das sich zurzeit in Syrien aufhalten
soll, gilt als Drahtzieher des Attentats. Mehrere Verdächtige wurden
festgenommen. Es handelt sich um den ersten Anschlag des IS in Indonesien. Es
wird vermutet, dass das Einkaufszentrum aufgrund seiner Nähe zu den Büros der
Vereinten Nationen sowie mehrerer internationaler Firmen als Ziel ausgewählt
wurde.

Quellen:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/istanbul-anschlag-passt-ins-kalkuel-des-islamischen-staats-a-1071783.html

http://www.spiegel.de/politik/ausland/jakarta-islamischer-staat-bekennt-sich-zu-anschlag-in-indonesien-a-1071983.html#ref=veeseoartikel

 

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