Gegrilltes Essen auf einem Grill und im Hintergrund Leute an einem Tisch

fotolia.com/Alexander Raths

Zum Sommer gehört das Grillen mit Freunden einfach dazu. Immer wieder sorgt es jedoch für Ärger in der Nachbarschaft. Was ist rechtlich erlaubt und auf was muss man beim Grillen achten?

Was droht einem wenn man gegen den Mietvertrag oder die Hausordnung verstößt?

Als Mieter hat man im Allgemeinen kein „Recht auf Grillen“. Im Mietvertrag oder in der Hausordnung hat der Vermieter die Möglichkeit, ein Grillverbot zu regeln. Das Grillen auf dem Balkon oder der Terrasse kann in engen Grenzen zum normalen Gebrauch der Wohnung gehören, wenn kein Grillverbot geregelt ist. Die Frage, wie oft man grillen darf, wenn es nicht verboten ist, hat den Bundesgerichtshof als oberste Instanz bisher noch nicht erreicht. Denn bisher gibt es kein Gesetz, das eine genaue Zahl der erlaubten Grillabende regelt. Als Leitlinie kann man sich merken, dass man ungefähr zweimal im Monat Grillen darf, wenn es nicht ausdrücklich verboten ist. Damit hat man ausdrücklich aber keine absolute Sicherheit. Das Gebot der Rücksichtnahme gilt auch dann, wenn das Grillen ab und zu erlaubt sein sollte. So muss der Nachbar zum Beispiel keinen Rauch hinnehmen, der durch die Fenster in die Wohnung zieht. Verstößt der Mieter gegen den Mietvertrag oder die Hausordnung, droht diesem Ärger mit dem Vermieter. Bei wiederholten Verstößen kann es zu einer Abmahnung oder schlimmstenfalls sogar zu einer Kündigung des Mietvertrages kommen. 

Was passiert wenn man gegen öffentliche Vorschriften verstößt? 

Wenn es um den Verstoß gegen öffentliche Vorschriften geht, hierzu zählen unter anderem Geruchs- oder Lärmemissionen, ist die Polizei zuständig. Hierbei kann es bei Verstößen dann auch ein Bußgeld geben. Auch an Grillabenden gelten die gesetzlichen Ruhezeiten. Die üblichen Ruhezeiten der Hausordnung oder der kommunalen Satzung gelten oft ab 22 oder 23 Uhr. Diese müssen ebenfalls beachtet werden, wenn das Grillen an sich gestattet ist. Auch bei Eigentumswohnungen gelten ähnliche Regeln wie bei Mietwohnungen. Die Eigentümerschaft kann ein Grillverbot beschließen oder es in beschränktem Maße erlauben. Im eigenen Haus und Garten gibt es kein allgemeines Grillverbot. Wird das Grillen für einen Nachbarn zu einer „wesentlichen Beeinträchtigung“, kann dieser sich rechtlich wehren. Dieses Gesetz ist sehr allgemein formuliert. Im Streitfall müssen die Gerichte klären, wie hoch die Schwelle im Einzelfall ist. Ob und wie das Grillen an öffentlichen Plätzen wie in Wäldern erlaubt ist, entscheiden die einzelnen Bundesländer. In Baden-Württemberg ist das Feuermachen an offiziellen, fest eingerichteten Feuerstellen auf den Grillplätzen im Wald erlaubt. Das Grillen auf mitgebrachten Grillgeräten ist nicht gestattet. Außerdem muss in Baden-Württemberg offenes Feuer mindestens 100 Meter vom Waldrand entfernt sein. Gerade nach langen Hitzeperioden ist hier natürlich besondere Vorsicht geboten. Um sicher zu gehen, wo öffentliches Grillen erlaubt ist, sollte man sich im Vorfeld am besten bei der Stadt erkundigen. 
Quellen:

http://www.swr.de/buffet/leben/recht-grillen-und-gartenfeste-was-ist-erlaubt/-/id=257304/did=17475802/nid=257304/11xgb9y/

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