Ein abfälliger Kommentar über das Nationalgetränk Ayran kommt ein Tee-Unternehmen teuer zu stehen

©fotolia/yildiraycan

Geldstrafe nach Ayran-Beschimpfung

Verfasst von am 13. November 2015 in Allgemein

Wenn es um ihr Nationalgetränk Ayran geht, ist die Türkei nicht zu Scherzen aufgelegt. Schließlich schmeckt das traditionelle Getränk nicht nur gut, es ist aufgrund seiner positiven Wirkung auf die Gesundheit auch bei Deutschen äußerst beliebt. Spaßige Kommentare über den Joghurtdrink kommen bei den Türken deshalb nicht gut an. Das musste nun auch ein Tee-Unternehmen feststellen.

Welche Strafe gibt es für die Beleidigung von Ayran?

„Ich habe Ayran getrunken, das hat mich einschlafen lassen.“, diese Aussage kostet die Firma nun mehrere tausend Euro. In einem Werbespot für den Eistee „Didi“ des Unternehmens Caykur fiel der angeblich beleidigende Kommentar. Durch diese abfällige Bemerkung werde den Verbrauchern nahe gebracht, dass sie weniger Ayran trinken sollten, so die Kritiker.

Türken soll besser Ayran als Raki trinken

Viel Verständnis für den wohl eher scherzhaft gemeinten Beitrag wird dem staatlichen Tee-Unternehmen jedenfalls nicht entgegengebracht. Im Gegenteil, für die Beleidigung muss die Firma nun satte 70.250 Euro zahlen. Diese hohe Strafe hängt in erster Linie damit zusammen, dass der islamisch-konservative Präsident Erdogan vor zwei Jahren Ayran zum türkischen Nationalgetränk erhoben hat. Damit wollte er bezwecken, dass die Bevölkerung mehr Ayran statt des Anis-Schnapses Raki trinkt.

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