Hörsaal mit Studenten

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Für das aktuelle Wintersemester 2015/16 haben die
Universitäten und Hochschulen bereits alle Studienplätze vergeben. Da es in einigen
Studiengängen mehr Bewerber als Plätze gibt, gehen viele junge Leute leer aus. Sie
können sich im kommenden Jahr wieder bewerben. Oder klagen.

Studienbewerbern, die weder im Hauptverfahren noch im
Nachrückverfahren einen Studienplatz ergattern konnten und keine Lust auf viele
Wartesemester haben, steht noch der
Weg einer Studienplatzklage offen, um sich trotz Absage in ihrem Wunschfach
immatrikulieren zu können. Dazu brauchen sie „nur“ den richtigen Anwalt und das
nötige Kleingeld. Und manchmal auch ein bisschen Glück.

Möglichkeiten zur Immatrikulation trotz
Absage

Bei der Vergabe der Studienplätze entscheiden die Abiturnote
(der sogenannte Numerus clausus) und die Anzahl der bisherigen Wartesemester darüber,
ob jemand direkt ein Studium aufnehmen kann oder nicht. Die hohen Anforderungen
für zulassungsbeschränkte Studiengänge,
wie zum Beispiel Humanmedizin, erfüllt jedoch nicht jeder Bewerber.

Um trotz Ablehnungsbescheid mit dem Traumstudium beginnen zu
können, entscheiden sich einige Studienbewerber dazu, ihren Studienplatz einzuklagen.
Grundvoraussetzung, um mit einer Studienplatzklage Erfolg haben zu können, ist
eine Hochschulzugangsberechtigung. Verklagt
werden kann grundsätzlich jede staatliche Hochschule. Sinn und Zweck der Klage
ist, festzustellen, ob die Universitäten ihre Kapazitäten richtig berechnet
haben und so herauszufinden, ob nicht doch noch ein paar Plätze im Wunschfach
vorhanden sind.

Bei der Berechnung der  zu vergebenen Studienplätze müssen gesetzlich
festgelegte Kriterien herangezogen werden. Ist den Hochschulen dabei ein Fehler unterlaufen, müssen sie nachträglich weitere Plätze zur Verfügung stellen.

Was kostet eine Studienplatzklage?

Wie teuer eine Studienplatzklage wird, hängt unter anderem davon
ab, wie viele Hochschulen der Studienanwärter verklagt. Bis zu 20 Universitäten
gleichzeitig zu verklagen ist bei begehrten Studiengängen keine Seltenheit.
Bereits bei nur einem Verfahren können mehrere
Tausend Euro
anfallen. Aufgrund der hohen Kosten sollten sich die Kläger im
Vorfeld sehr genau überlegen, ob sich eine Studienplatzklage finanziell
auszahlt. Unter Umständen können fünfstellige Beträge anfallen.

Um mit einer Klage erfolgreich zu sein, muss der Antrag außerdem
fristgerecht und vollständig eingereicht werden. Formfehler dürfen sich die
Bewerber nicht erlauben. Darüber hinaus muss ihnen bewusst sein, dass auch eine
erfolgreiche Klage keine Garantie
für einen Studienplatz ist, denn die eingeklagten Plätze werden meistens über
ein Losverfahren oder den Numerus clausus verteilt. 

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