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Im Weihnachtsendspurt ruft die Gewerkschaft Verdi Amazon-Mitarbeiter zum Streik auf. Nur wenige Tage vor Weihnachten sollen die Beschäftigten des Online-Riesen in Leipzig und Koblenz ihre Arbeit niederlegen. Müssen Kunden nun befürchten, dass ihre Geschenke nicht rechtzeitig zum Fest eintreffen?

Streik bis Weihnachten?

In Leipzig soll sich der Arbeitsausstand auf Montag beschränken, für das Logistikzentrum in Koblenz wird jedoch ein Streik bis zum 24. Dezember nicht ausgeschlossen. Gleiches gilt für zwei Standorte in Nordrhein-Westfalen, an denen die Mitarbeiter ebenfalls ihre Arbeit niedergelegt haben.

In den letzten Tagen vor Heiligabend haben Last-Minute-Bestellungen Hochkonjunktur. Dieses Geschäft will Verdi nutzen, um Druck auf den Versandhändler Amazon auszuüben. Die Dienstleistungsgewerkschaft fordert Tarifverträge, die sich an denen des Einzelhandels orientieren.

Vorweihnachtszeit umsatzstärkste Zeit des Jahres

Verdi nutzt regelmäßig die umsatzstärkste Zeit des Jahres, um zum Arbeitskampf gegen den Internet-Konzern aufzurufen. Bereits seit zwei Jahren wird die Einführung der Tarifverträge gefordert. Bislang ohne Ergebnis. Durch den erneuten Streik in der Vorweihnachtszeit soll Amazon dazu bewegt werden, sich endlich an den Verhandlungstisch zu setzen. So lange dies nicht geschehe, werde es laut Verdi immer wieder zu Ausständen kommen.

Amazon hatte erst vor wenigen Tagen mitgeteilt, dass alle Pakete trotz Streiks pünktlich eintreffen werden. Nach Angaben des Unternehmens sei der Großteil der Beschäftigten und Aushilfen seiner Arbeit regulär nachgegangen. Außerdem könne man auf ein europaweites Logistiknetzwerk zurückgreifen.

Deutschlandweit beschäftigt Amazon rund 10.000 Mitarbeiter. Auch wenn bei der Diskussion um die Tarifverträge keine Einigung in Sicht ist, konnte Verdi erst vor kurzem einen Erfolg vor Gericht gegen das Unternehmen verzeichnen, als es um das Thema Sonntagsarbeit am 4. Advent ging.

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