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Wer von seinem Arbeitgeber einen Firmenwagen gestellt bekommt, den er dann auch für private Zwecke nutzen darf, der muss die private Nutzung als sogenannten geldwerten Vorteil steuerlich geltend machen. Wie liegt der Fall jedoch, wenn ein Arbeitnehmer aufgrund einer schwerwiegenden Erkrankung den Wagen über längere Zeit hinweg nicht benutzen darf? Liegt auch dann noch ein geldwerter Vorteil vor, der zu einer höheren Besteuerung führen würde? Die musste nun das Finanzgericht Düsseldorf klären.

Firmenwagen

Der Kläger in dem der Entscheidung des Finanzgerichts zugrundeliegenden Verfahren bekam von seinem Arbeitgeber einen Firmenwagen gestellt, den er auch privat nutzen durfte. Der darin liegende geldwerte Vorteil wurde für 2014 nach der sog. 1 % – Regelung mit 433 Euro pro Monat versteuert. Der Mann machte nachträglich jedoch geltend, dass sein steuerlich relevanter Arbeitslohn um 2.165 Euro (5 Monate jeweils 433 Euro) zu mindern sei. Er führte an, dass er am 23. Februar 2014 einen Hirnschlag erlitten habe und dass ihm sein behandelnder Arzt daraufhin ein Fahrverbot erteilt habe. Erst am 29. Juli 2014 habe sein Arzt aufgrund des guten Therapieverlaufs und der Besserung seines Gesundheitszustandes das Fahrverbot wieder aufgehoben. Weil in der Zeit des Fahrverbotes überhaupt kein geldwerter Vorteil durch eine mögliche private Nutzung des PKWs habe entstehen können, dürfe der Firmenwagen in diesem Zeitraum auch nicht besteuert werden.

Geldwerter Vorteil trotz Fahrverbot?

Das Finanzgericht Düsseldorf gab der Klage des Mannes nun statt. Gr5undsätzlich sei es zwar unerheblich, ob ein Steuerpflichtiger eine private Nutzung durch Beweis ausschließen könne. Allerdings gelte dies nicht für Fälle, in denen wie vorliegend eine Nutzung komplett untersagt sei. Vor dem Hintergrund der von dem Kläger gemachten Angaben zum Krankheitsverlauf urteilten die Richter des Finanzgerichts Düsseldorf, dass für die Monate März bis Juni kein geldwerter Vorteil bestanden habe. Die Anteilig betroffenen Monate Februar und Juli könnten nicht berücksichtigt werden, da zeitanteilige Aufteilungen innerhalb von Monaten generell nicht in Betracht kämen.

Quelle: www.kostenlose-urteile.de/FinG-Duesseldorf_10-K-193216-E_Keine-Besteuerung-fuer-private-PKW-Nutzung-waehrend-Zeiten-der-Fahruntuechtigkeit.news23951.htm


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