Wie finde ich eine zuverlässige und preiswerte Rechtsschutzversicherung?

Rechtsschutzversicherung
Ratgeber 06.05.2024 Christian Schebitz

Verkehrsunfall – was ist 2024 zu tun?

Ein Verkehrsunfall ist immer eine unangenehme und stressige Erfahrung. Doch gerade in diesen Situationen ist es wichtig, einen kühlen Kopf zu bewahren und die richtigen Schritte zu unternehmen. Dieser Blogbeitrag gibt Ihnen einen umfassenden Überblick über alles, was Sie nach einem Verkehrsunfall tun müssen, um Ihre Rechte zu wahren und den Schaden bestmöglich zu regulieren.

Was ist am Unfallort zu tun?

  1. Sichern Sie die Unfallstelle:
    Wenn Sie in einen Verkehrsunfall verwickelt werden, ist es zunächst wichtig, ruhig zu bleiben und die Situation zu sichern. Schalten Sie umgehend Ihre Warnblinkanlage ein und fahren Sie Ihr Fahrzeug möglichst weit rechts am Fahrbahnrand ab. Stellen Sie Ihr Fahrzeug so, dass der nachfolgende Verkehr rechtzeitig darauf aufmerksam wird und langsam vorbeifahren kann. Ziehen Sie die Warnweste an und stellen Sie das Warndreieck auf. So warnen Sie andere Verkehrsteilnehmer vor der Gefahrenstelle und vermeiden weitere Unfälle. Ihre persönliche Sicherheit geht vor, denn nur dann können Sie helfen!
  2. Versorgen Sie Verletzte: Wenn es Verletzte gibt verständigen Sie zuerst den Rettungsdienst unter der Notrufnummer 112. Erst danach den Polizeinotruf 110! Als Nächstes sollten Sie prüfen, ob Sie Verletzte versorgen können. Leisten Sie, sofern möglich und Ihnen zuzumuten ist, Erste Hilfe. Achten Sie stets darauf, dass Sie selbst nicht in Gefahr geraten.
  3. Notieren Sie alle wichtigen Daten: Notieren Sie die Namen und Adressen aller Unfallbeteiligten, die Kennzeichen der beteiligten Fahrzeuge, den genauen Unfallort und die Uhrzeit des Unfalls. Machen Sie Fotos von der Unfallstelle und den Schäden an den Fahrzeugen.Achten Sie darauf, dass Sie die Fotos möglichst zeitnah und aus verschiedenen Perspektiven aufnehmen.
  4. Nehmen Sie auch die Namen und Adressen aller Zeugen auf – das ist besonders wichtig! Sie werden Sie später dringend brauchen.
  5. Rufen Sie die Polizei zum VerkehrsunfallIn folgenden Fällen sollten Sie die Polizei rufen, nämlich wenn:
    • es Verletzte gibt.
    • der Unfallort unübersichtlich ist oder den Verkehr behindert.
    • der Unfallverursacher sich unerlaubt vom Unfallort entfernt (Fahrerflucht).
    • es Streit über die Schuldfrage gibt.
    • der Unfallverursacher alkoholisiert oder unter Drogeneinfluss steht.Informieren Sie die Polizei über den Unfall. Schildern Sie den Unfallhergang möglichst genau und warten Sie auf das Eintreffen der Beamten. Machen Sie keine voreiligen Schuldzuweisungen, sondern notieren Sie stattdessen wichtige Details wie Uhrzeit, Wetterbedingungen, Fahrtrichtung und beteiligte Fahrzeuge.
  6. Füllen Sie den Unfallbericht aus: Wenn die Polizei vor Ort ist, wird sie einen Unfallbericht aufnehmen. Füllen Sie diesen sorgfältig und wahrheitsgemäß aus.

In welchen Fällen kann man auf die Polizei  bei einem Verkehrsunfall verzichten?

In manchen Fällen kann man auf eine Unfallaufnahme durch die Polizei bei einem Verkehrsunfall verzichten. Das ist dann der Fall, wenn es sich um einen sogenannten “Bagatellunfall” handelt. Darunter versteht man Unfälle mit geringfügigen Sachschäden, bei denen keine Verletzten zu beklagen sind.

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Füllen Sie das nachfolgende Formular aus, wenn es sich um eine realistische Anfrage handelt können Sie damit rechnen, dass sich bald ein Anwalt bei Ihnen meldet.

Allerdings ist Vorsicht geboten: Verzichten Sie nur dann auf die Polizei, wenn Sie sich mit dem anderen Unfallbeteiligten einig sind und die Personalien sowie den Unfallhergang dokumentieren können. Andernfalls kann es später zu Problemen mit der Regulierung des Schadens kommen. Oft ist es sicherer, die Polizei zu rufen, auch wenn es “nur” ein Bagatellunfall war.

In folgenden Fällen können Sie auf die Polizei verzichten, nämlich wenn:

  • es keine Verletzten gibt.
  • der Unfallort übersichtlich ist und den Verkehr nicht behindert.
  • sich alle Unfallbeteiligten einig sind über den Unfallhergang und die Schuldfrage.
  • der Schaden geringfügig ist (unter 1000 Euro).
  • Sie alle Daten der Zeugen notiert haben

In diesen Fällen sollten Sie den Unfallbericht selbst ausfüllen und von allen Unfallbeteiligten unterschreiben lassen. Den ausgefüllten Unfallbericht sollten Sie dann Ihrer Versicherung zukommen lassen.

Was sollte man nach der Unfallaufnahme schrittweise tun?

Nachdem die Polizei den Verkehrsunfall aufgenommen hat, erhalten Sie von den Beamten einen Unfallbericht. Bewahren Sie dieses Dokument sorgfältig auf, da es für die weitere Regulierung des Schadens von großer Bedeutung ist.

  1. Sammeln Sie Beweise: Neben den Fotos von der Unfallstelle und dem ausgefüllten Unfallbericht sollten Sie alle weiteren Beweise sammeln, die Ihren Anspruch auf Schadenersatz unterstützen. Dazu gehören beispielsweise Zeugenaussagen, ärztliche Atteste, Kostenvoranschläge für die Reparatur Ihres Fahrzeugs und Quittungen für medizinische Behandlungen.
  2. Beauftragen Sie einen Kfz-Gutachter
  3. Setzen Sie der Versicherung immer eine Frist: Setzen Sie der gegnerischen Versicherung eine Frist, innerhalb derer sie den Schadenersatz leisten soll. Die Frist sollte mindestens 14 Tage betragen.
  4. Mahnen Sie die Versicherung: Wenn die Versicherung die Frist verstreichen lässt, ohne den Schadenersatz zu leisten, sollten Sie die Versicherung schriftlich mahnen.
  5. Klagen Sie die Versicherung ein: Wenn die Versicherung auch nach der Mahnung nicht zahlt, müssen Sie die Versicherung vor Gericht verklagen.

Als Nächstes sollten Sie Kontakt zu Ihrer Versicherung aufnehmen und den Unfall dort melden. Holen Sie anschließend Kostenvoranschläge für die Reparatur Ihres Fahrzeugs ein. Lassen Sie sich diese schriftlich geben und reichen Sie sie bei Ihrer Versicherung ein. Achten Sie darauf, dass die Reparatur nur von einer Werkstatt Ihrer Wahl durchgeführt wird. Schildern Sie den Hergang erneut detailliert und übermitteln Sie alle relevanten Unterlagen wie Fotos, den Polizeibericht, das Gutachten und die Kostenvoranschläge. Senden Sie eigene Fotos vom Unfallort und den beteiligten Fahrzeugen mit. Diese Dokumentation kann später sehr hilfreich sein, wenn es um die Regulierung des Schadens geht.

Die Kosten für den Gutachter werden i.d.R. von der Versicherung übernommen und Ihre Erstattungen werden regelmäßig höher ausfallen, wenn Sie ein Gutachten vorlegen.

Ihre Versicherung wird den Schaden dann prüfen und Ihnen mitteilen, ob und in welcher Höhe sie für die Reparatur aufkommt.

Wer haftet wann für welche Schäden beim Verkehrsunfall?

Die Haftung nach einem Verkehrsunfall richtet sich nach dem Straßenverkehrsgesetz (StVG) und dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB). Grundsätzlich haftet derjenige, der den Unfall verursacht hat.

Folgende Personen können in die Haftung einbezogen werden:

  • Halter: Der Halter eines Fahrzeugs (z.B. der Leasinggeber) haftet für den Schaden, den sein Fahrzeug verursacht, unabhängig davon, wer das Fahrzeug gefahren hat.
  • Eigentümer: Der Eigentümer eines Fahrzeugs (oft der Leasingnehmer) haftet für den Schaden, den sein Fahrzeug verursacht, wenn er das Fahrzeug einem anderen überlassen hat, der den Unfall verursacht hat.
  • Fahrer: Der Fahrer eines Fahrzeugs haftet für den Schaden, den er durch sein Verschulden verursacht hat.
  • Haftpflichtversicherung: Die Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers ist verpflichtet, den Schaden zu ersetzen, den der Unfallverursacher verursacht hat.

Um diese Risiken besser verteidigen zu können wird allgemein empfohlen eine Rechtsschutzversicherung abzuschliessen.

Folgende Schäden können ersetzt werden:

  • Sachschäden: Schäden an Fahrzeugen, Gebäuden und anderen Gegenständen.
  • Personenschäden: Körperliche und seelische Schäden.
  • Vermögensschäden: Verdienstausfall, Heilbehandlungskosten, Kosten für einen Mietwagen.

Was muss ich tun, damit ich nicht auf meinem Schaden sitzen bleibe?

Um sicherzustellen, dass Sie den Ihnen zustehenden Schadenersatz erhalten, sollten Sie folgende Schritte unternehmen:

  1. Melden Sie den Verkehrsunfall Ihrer Versicherung: Informieren Sie Ihre Kfz-Haftpflichtversicherung so schnell wie möglich über den Unfall. Die Versicherung wird Ihnen dann einen Sachverständigen schicken, der den Schaden an Ihrem Fahrzeug begutachtet.
  2. Beauftragen Sie einen Anwalt: Wenn der Unfallverursacher den Unfall verschuldet hat, sollten Sie einen Anwalt für Verkehrsrecht beauftragen, der Ihre Interessen gegenüber der gegnerischen Versicherung vertritt. Der Anwalt wird die Schadenshöhe ermitteln und die Versicherung zur Zahlung auffordern.

Wann darf man sein Fahrzeug reparieren lassen?

Wann darf man sein Fahrzeug reparieren lassen?

Fahrzeug nach einem Unfall in eine Autowerkstatt geschleppt. Sie sollten dann unverzüglich ihre oben genannten Obliegenheiten bezüglich der Versicherung erfüllen. Außerdem sollten Sie bezüglich der Schadensregulierung mit dem Haftpflichtversicherer des Unfallgegner Kontakt aufnehmen. Lassen Sie anschließend die Schadenshöhe recht sicher durch einen Gutachter feststellen. Es steht Ihnen, als geschädigte das Recht, zu den Sachverständigen selbst auszuwählen, was sie auch unbedingt empfehlen. Die Kosten für das Gutachten hat ebenfalls der Schädiger zu tragen. Lehnen Sie auf jeden Fall ab, wenn der Haftpflichtversicherer des Unfallgegner versucht, Ihnen einen Gutachter zu empfehlen. Dieser wird regelmäßig das Gutachten zu ihrem Nachteil verfassen. Lassen Sie sich also nicht darauf ein!

Natürlich kann es im extrem Fall sein, dass die Versicherung einen eigenen Gutachter beauftragt. Sollten die Werte des Gutachten weit voneinander abweichen, kann es sein, dass es zu einer Gerichtsverhandlung kommt. Deswegen sollten eine Rechtschutzversicherung haben.

Achtung, bei Bagatellschäden kann es sein, dass es unverhältnismäßig ist, einen Gutachter zu beauftragen, insbesondere dann wenn dieser mehr kostet als der eigentliche Schaden. Dies gilt in etwa etwa zwischen 500 und 1000 € Schaden. Sie sollten dann keinen Gutachter beauftragen. Sie haben nämlich als geschädigte auch eine Schadenminderungspflicht. Außerdem müssen Sie von ihrer Autowerkstatt an den Kostenvoranschlag einholen. Das Risiko dieser Prognosen trägt im übrigen der Schädiger. Stellt sich nämlich im Nachhinein heraus, dass der Schaden deutlich kleiner ausgefallen ist als zunächst vermutet, kann auch, im Einzelfall, die Begutachtung durch einen Sachverständigen auch dann gerechtfertigt sein, wenn die Bagatellgrenze unterschritten wurde.

Nach einem Unfall gibt es folgende Bewertungsmöglichkeiten:

  • Technischer Totalschaden: Eine Reparatur ist nicht mehr möglich.
  • Wirtschaftlicher Totalschaden: Eine Reparatur ist wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll, weil sie zu teuer wäre.
  • Die Reparaturkosten stehen in keinem vernünftigen Verhältnis zum Wiederbeschaffungswert. In diesem Fall wird nicht repariert, sondern ein vergleichbares Fahrzeug gekauft.

Die Berechnung, ob man als Geschädigter die Reparaturkosten in voller Höhe erstattet bekommt oder ob man das Fahrzeug auf Kosten des Schädigers reparieren lassen kann, ist sehr kompliziert. Folgende Szenarien sind denkbar

  • Die Reparaturkosten liegen unter dem Wiederbeschaffungswert: Dann kann der Schaden in jedem Fall auf Reparaturkostenbasis abgerechnet werden. Sie haben dann die Möglichkeit, sich entweder das Geld von der Versicherung überweisen zu lassen, dann erhalten Sie die geschätzten Kosten abzüglich der Mehrwertsteuer.

    Oder Sie können die tatsächlich angefallenen Reparaturkosten geltend machen, indem Sie die Reparaturrechnung einreichen. In diesem Fall erstattet die Versicherung auch die Mehrwertsteuer.

  • Die Reparaturkosten liegen mindestens 30 Prozent über dem Wiederbeschaffungswert: Dann gilt die Reparatur als unzumutbar und der Geschädigte kann nur auf Basis der so genannten Wiederbeschaffung abrechnen. Er erhält dann gewissermaßen den Wiederbeschaffungswert abzüglich des Restwertes.
  • Liegt der Reparaturaufwand zwischen dem Wiederbeschaffungsaufwand und dem Wiederbeschaffungswert, haben Sie die Wahl, das Fahrzeug reparieren zu lassen oder nur den Wiederbeschaffungsaufwand ersetzt zu bekommen. Sozusagen die fiktiven Reparaturkosten. Sie sind also nicht verpflichtet, das Fahrzeug reparieren zu lassen, sondern können den Schadenersatz kassieren.
  • Die Reparaturkosten betragen mehr als 100 %, aber weniger als 130 % des Wiederbeschaffungswertes: In diesem Fall können Sie auf Basis der Reparaturrechnung abrechnen, müssen das Fahrzeug aber tatsächlich reparieren lassen. Andernfalls haben Sie nur Anspruch auf die Wiederbeschaffungskosten.

Wie wird die Wertminderung des Unfallfahrzeugs ausgeglichen?

Natürlich verliert Ihr Fahrzeug an Wert, wenn es weiterhin als Unfallfahrzeug gehandelt werden muss. Bei einem eventuellen Weiterverkauf würde dieser Umstand unweigerlich zu einem Wertverlust führen, der so genannte merkantile Minderwert, der in der Regel von dem Sachverständigen geschätzt wird, der auch das Schadensgutachten erstellt hat. Häufig werden sich auch die Gerichte an diesen Wert halten.

Anspruch auf Mietwagen während der Reparaturdauer?

Grundsätzlich erleidet ein Geschädigter einen Schaden, wenn er während der Reparaturzeit nicht über sein Fahrzeug verfügen kann. Sie haben daher Anspruch auf Ersatz dieses Schadens, der als Nutzungsausfallschaden bezeichnet wird. Dieser kann zum einen in Geld ausgeglichen werden, d.h. der Geschädigte erhält für jeden Tag, an dem ihm sein Fahrzeug nicht zur Verfügung steht, einen bestimmten Tagessatz, der je nach Fahrzeugklasse variiert.

Alternativ kann der Geschädigte auch ein Ersatzfahrzeug mieten. Beachten Sie, dass Sie nur dann den vollen Mietpreis erstattet bekommen, wenn Sie ein Fahrzeug mieten, das der Fahrzeugklasse Ihres eigenen Fahrzeugs entspricht.

Hier kam es immer wieder zu Unstimmigkeiten, weil einige Autovermieter einen so genannten Unfallersatztarif anboten, der deutlich teurer war als die üblichen Mietwagenpreise. Die Versicherer lehnten dies ab und erstatteten nur die üblichen Preise. Der Geschädigte läuft also Gefahr, auf einem Teil der Mietwagenkosten sitzen zu bleiben. Deshalb sollten Sie unbedingt vorher mit der Versicherung des Unfallgegners selbstständig verhandeln und sich eine bestimmte Mietwagenklasse genehmigen lassen. Haben Sie bereits einen überteuerten Mietwagen angemietet, können Sie unter Umständen Regressansprüche gegen den Autovermieter geltend machen. Und zwar dann, wenn er nicht ordnungsgemäß darüber aufgeklärt hat, dass die gegnerische Haftpflichtversicherung möglicherweise nicht die vollen Kosten übernimmt

Haftungsfragen und Schadensersatz

Die Haftung nach einem Verkehrsunfall richtet sich in erster Linie nach den Bestimmungen des Straßenverkehrsgesetzes (StVG) und des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB).

Grundsätzlich haftet der Halter des Fahrzeugs, in dem der Unfall passiert ist, für Personen- und Sachschäden. Allerdings kann auch der Fahrer in die Haftung einbezogen werden, wenn er den Unfall grob fahrlässig oder vorsätzlich verursacht hat.

Darüber hinaus kann auch der Eigentümer des Fahrzeugs in die Haftung genommen werden, wenn er einem ungeeigneten Fahrer das Fahrzeug überlassen hat.

Die Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers kommt in der Regel für die entstandenen Schäden auf. Allerdings kann sie sich in bestimmten Fällen von der Regulierung befreien, etwa wenn der Fahrer unter Alkohol- oder Drogeneinfluss stand.

Neben Sachschäden können Verletzte auch Schmerzensgeld und Verdienstausfall geltend machen. Hierfür können Sie gegebenenfalls anwaltliche Unterstützung in Anspruch nehmen.

Die passende Kfz-Versicherung finden Sie hier:

Verkehrsunfall - was ist 2024 zu tun? - rechtsanwalt.com

Wann sollte man einen Anwalt einschalten?

Es ist immer empfehlenswert, nach einem Verkehrsunfall einen Anwalt für Verkehrsrecht hinzuzuziehen. Ein Anwalt kann Ihnen helfen, Ihre Rechte zu wahren und den Ihnen zustehenden Schadenersatz zu erhalten. Erstens wird dieser von Ihrer Versicherung i.d.R. bezahlt. Zweitens übernimmt er die gesamte Kommunikation für Sie, kann wesentlich mehr Druck ausüben und sorgt dafür dass Fristen eingehalten werden.

In folgenden Fällen sollten Sie unbedingt einen Anwalt hinzuziehen:

Wenn…

  • Wenn der Unfall zu Verletzungen geführt hat und Sie Schmerzensgeld oder Verdienstausfall geltend machen möchten.
  • der Unfallverursacher sich unerlaubt vom Unfallort entfernt (Fahrerflucht).
  • der Unfallverursacher alkoholisiert oder unter Drogeneinfluss steht.
  • der Schaden hoch ist.
  • die Haftungsfrage unklar ist oder der Unfallverursacher bestreitet, den Unfall verursacht zu haben.
  • es Unstimmigkeiten mit der Versicherung über die Höhe des Schadenersatzes gibt.
  • Wenn Sie sich unsicher sind, ob Ihre Ansprüche rechtlich korrekt geltend gemacht wurden.

Ein Anwalt kann folgende Aufgaben übernehmen, er:

  • übernimmt die gesamte Kommunikation
  • ermittelt die Schadenshöhe
  • kennt Gutachter, die in Ihrem Sinne bewerten
  • setzt sich mit der allen Versicherungen in Verbindung
  • verhandelt mit den Versicherungen über den Schadenersatz
  • sorgt dafür, das Fristen eingehalten werden
  • klagt die Versicherung vor Gericht ein, wenn diese nicht zahlt.

Ein Anwalt für Verkehrsrecht kann Ihnen in solchen Fällen dabei helfen, Ihre Ansprüche durchzusetzen und Ihren Schaden möglichst gering zu halten. Er kennt die geltenden Gesetze und Rechtsprechung und kann Ihre Interessen gegenüber Versicherungen und anderen Beteiligten optimal vertreten.

Beispiele für die Anwendung der Gesetze

Beispiel 1:

Ein Autofahrer fährt bei Rot über eine Ampel und kollidiert mit einem anderen Auto. Der Unfallverursacher ist schuld am Unfall und muss daher den Schaden am anderen Auto ersetzen. Die Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers ist verpflichtet, den Schaden zu übernehmen.

Beispiel 2:

Ein Fußgänger wird von einem Auto angefahren. Der Autofahrer ist schuld am Unfall und muss daher den Personenschaden des Fußgängers ersetzen. Die Haftpflichtversicherung des Autofahrers ist verpflichtet, den Schaden zu übernehmen.

Beispiel 3:

Ein Autofahrer parkt sein Auto auf dem Gehweg. Ein Fußgänger stolpert über das Auto und verletzt sich. Der Autofahrer ist schuld am Unfall und muss daher den Personenschaden des Fußgängers ersetzen. Die Haftpflichtversicherung des Autofahrers ist verpflichtet, den Schaden zu übernehmen.

Praxisbeispiele zur Haftung mit Paragrafen

  1. Paragraf 7 StVG (Gefährdungshaftung des Halters):

Ein Autofahrer verliert aufgrund eines technischen Defekts die Kontrolle über sein Fahrzeug und kollidiert mit einem entgegenkommenden Pkw. Bei dem Verkehrsunfall werden zwei Personen leicht verletzt. Obwohl der Autofahrer den Unfall nicht vorsätzlich oder grob fahrlässig verursacht hat, haftet er als Halter des Fahrzeugs nach Paragraf 7 StVG für die entstandenen Personen- und Sachschäden.

  1. Paragraf 823 BGB (Schadensersatzpflicht bei Verletzung geschützter Rechtsgüter):

Ein Autofahrer fährt bei Rot über eine Ampel und kollidiert mit einem querenden Fußgänger. Der Fußgänger erleidet schwere Verletzungen. Hier haftet der Autofahrer nach Paragraf 823 BGB für die Verletzung der körperlichen Unversehrtheit des Fußgängers und muss Schmerzensgeld sowie Verdienstausfall ersetzen.

  1. Paragraf 18 StVG (Haftung des Fahrzeughalters für Fahrlässigkeit des Fahrers):

Ein Autobesitzer überlässt seinem 17-jährigen Sohn, der noch keinen Führerschein hat, unerlaubt den Fahrzeugschlüssel. Der Sohn verursacht einen Verkehrsunfall, bei dem ein anderer Verkehrsteilnehmer leicht verletzt wird. Hier haftet der Fahrzeughalter nach Paragraf 18 StVG, da er einem ungeeigneten Fahrer das Fahrzeug überlassen hat.

Fazit

Nach einem Verkehrsunfall ist es wichtig, ruhig zu bleiben, die Situation zu sichern und umgehend die richtigen Schritte einzuleiten. Dokumentieren Sie alles sorgfältig, informieren Sie Ihre Versicherung und prüfen Sie, ob anwaltliche Unterstützung sinnvoll sein könnte. So können Sie Ihren Schaden möglichst gering halten und Ihre Ansprüche durchsetzen.

Links zu einschlägigen Gesetzen

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