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Ratgeber zum Thema Prozesskostenfinanzierung

Verfasst am 28. Oktober 2016

Definition "Prozesskostenfinanzierung"
Bei der Prozesskostenfinanzierung übernimmt ein Dienstleistungsunternehmen die Prozesskosten für privatrechtliche oder auch gewerberechtliche Forderungen.
fotolia.de/Yingko

Bei einem Verfahren, egal ob gerichtlich oder außergerichtlich, muss der Kläger auch bei guten Erfolgsaussichten zunächst für die Anwaltskosten aufkommen. Für Privatleute, aber auch für viele Unternehmen ist es jedoch oftmals schwer, so viel Geld auf einmal aufzubringen. 1998 wurde daher die gewerbliche Prozessfinanzierung, auch Prozesskostenfinanzierung, durch die FORIS AG auf den deutschen Markt gebracht. Das Prinzip dahinter ist leicht zu erklären: Ein sogenannter Prozessfinanzierer übernimmt alle im Laufe des Verfahrens anfallenden Kosten und erhält dafür im Erfolgsfall eine Gewinnbeteiligung. Im Gegensatz zu der staatlichen Prozesskostenhilfe trägt der Prozessfinanzierer auch bei einer Niederlage die Kosten.

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Voraussetzungen für die Prozessfinanzierung

Um eine Prozesskostenfinanzierung zu erhalten, muss der Anspruchsinhaber zuerst einen Antrag bei einem Prozessfinanzierer seiner Wahl stellen. Dieser prüft dann den Sachverhalt und berechnet die Erfolgsaussichten. Nur wenn er den Fall als vielversprechend einschätzt und er die Bonität des Gegners überprüft hat, stimmt er dem Antrag zu. Viele Dienstleistungsunternehmen werden zudem erst bei einem Mindeststreitwert aktiv, der je nach Größe des Unternehmens bei 10.000 bis 100.000 Euro liegt. Einige Dienstleister übernehmen auch erst Fälle ab einem Streitwert in Höhe von 200.000 Euro oder 500.000 Euro. Entscheidet sich der Prozessfinanzierer für den Fall, dann übernimmt er für den Anspruchsinhaber alle Prozesskosten. Diese setzen sich aus den Gerichtkosten, den Anwaltskosten und den Kosten für die Sachverständigen zusammen.

Vorteile der Prozessfinanzierung

Die Prozessfinanzierung bietet dem Anspruchsinhaber einen entscheidenden Vorteil: Er muss nicht für die Prozesskosten aufkommen und trägt dementsprechend auch kein Risiko. Dadurch bleibt auch die Liquidität des Anspruchsinhabers gewährleistet. Der Prozessfinanzierer wiederum profitiert ebenfalls von der Vereinbarung. Ist der Fall vor Gericht erfolgreich,  so wird er am erzielten Gewinn beteiligt (Beteiligungsquote). Der genaue Umfang seiner Gewinnbeteiligung wird zuvor vertraglich ausgehandelt (in der Regel 20% bis 30%) und ist abhängig von der Größe des Unternehmens, von dem Streitwert und von der Größe des eingegangenen Risikos. 

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Top-Fragen zum Thema Prozesskostenfinanzierung

1. Wie funktioniert eine Prozessfinanzierung?

Die Prozessfinanzierung ist eine Dienstleistung, bei der ein sogenannter Prozessfinanzierer alle Kosten für ein gerichtliches oder außergerichtliches Verfahren übernimmt. Ist das Verfahren erfolgreich, wird das Dienstleistungsunternehmen anteilig am Gewinn beteiligt (Beteiligungsquote). Bleibt das Verfahren hingegen ohne Erfolg, kommt der Prozessfinanzierer für alle Kosten auf. Nutzen Sie unsere telefonische Rechtsberatung, um sich ausführlicher über die Prozessfinanzierung zu informieren.

2. Wann kann ich eine Prozessfinanzierung bekommen?

Um eine Prozessfinanzierung zu erhalten, muss zunächst ein Antrag bei einem beliebigen Prozessfinanzierer gestellt werden. Dieser überprüft dann den Sachverhalt und alle zugehörigen Unterlagen. Nur wenn ihm das Verfahren erfolgsversprechend erscheint, übernimmt er die Prozesskosten. Darüber hinaus legen die meisten Dienstleister einen Mindeststreitwert fest, der in der Regel zwischen 10.000 und 100.000 Euro beträgt. Sie haben weitere Fragen zu den Voraussetzungen der Finanzierung? Dann zögern Sie nicht, sich an eine fachkundige Person zu wenden. Eine Übersicht der Rechtsanwälte in Ihrer Nähe finden Sie hier.

3. Was zählt alles zu den Prozesskosten?

Unter die Prozesskosten fallen alle Ausgaben, die bei einem gerichtlichen oder außergerichtlichen Rechtsstreit entstehen. Das sind üblicherweise die Gerichtskosten selbst, das Honorar des eigenen sowie des gegnerischen Rechtsanwaltes sowie mögliche Kosten für einen Gutachter. Kontaktieren Sie einen unserer kompetenten Rechtsanwälte, um mehr über die Prozesskosten zu erfahren.

4. Welche Vorteile entstehen durch die Prozessfinanzierung?

Die Prozessfinanzierung bringt für beide Seiten Vorteile. Der Antragsteller muss kein Geld ausgeben und kann zudem ohne Kostenrisiko in das Verfahren gehen. Der Prozessfinanzierer wiederum trägt ebenfalls ein geringes Risiko, da er jeden Fall vor der Kostenübernahme ausführlich prüft. Je nach Höhe des Streitwertes bekommt er eine hohe Gewinnbeteiligung (Beteiligungsquote). Sie sind sich unsicher, ob eine Prozesskostenfinanzierung für Sie in Frage kommt? Dann finden Sie hier einen erfahrenen Rechtsanwalt, der Ihren Fall überprüft.

5. Wie hoch ist die Beteiligungsquote bei der Prozessfinanzierung?

Der Umfang der Beteiligungsquote, also die Höhe der Gewinnbeteiligung für den Prozessfinanzierer, ist von mehreren Faktoren abhängig. Ausschlaggebend sind vor allem die Größe des Dienstleistungsunternehmens, die Höhe des Streitwertes, die Höhe der tatsächlich durchgesetzten Forderung sowie die Größe des Risikos für das Dienstleistungsunternehmen. Sie haben weitere Fragen? Dann finden Sie hier einen erfahrenen Rechtsanwalt in Ihrer Nähe, der Ihnen weiterhilft.

Top-Tipps zum Thema Prozesskostenfinanzierung

1. Achten Sie darauf, dass Ihr Prozessfinanzierer über ausreichend liquides Kapital verfügt.

Ein gerichtliches Verfahren wird nicht immer auf Anhieb geklärt, sondern kann sich mitunter über mehrere Instanzen erstrecken, bevor es zu einer endgültigen Entscheidung kommt. Je länger das Verfahren dauert und je umfangreicher es wird, desto höher sind folglich auch die Kosten. Doch gerade kleineren Dienstleistungsunternehmen stehen oftmals nur geringe Beträge für die Prozessfinanzierung zur Verfügung. Daher sollten Sie unbedingt darauf achten, dass der von Ihnen gewählte Prozessfinanzierer über ausreichend liquides Kapital verfügt, um Ihre Forderung auch bis zum Ende durchzusetzen. Lassen Sie vorab die Bonität des Prozessfinanzierers z.B. durch creditreform, bonity, genios oder Bürgel prüfen.

2. Ab wann übernimmt der Prozessfinanzierer die (Prozess-) Kosten?

Zwar übernimmt das Dienstleistungsunternehmen alle anfallenden Prozesskosten, allerdings gilt dies erst, nachdem der Finanzierungsvertrag abgeschlossen wurde. Bis dahin muss der Anspruchsinhaber die Kosten für den Rechtsanwalt vorstrecken. Nutzen Sie die telefonische Rechtsberatung der Deutschen Rechtsanwaltshotline und fragen Sie einen der Anwälte, um sich ausführlicher über den Finanzierungsvertrag zu informieren.

3. Was bringt ggf. die Offenlegung der Prozessfinanzierung gegenüber dem Gegner?

Da der Prozessfinanzierer für alle Prozesskosten aufkommt, kann der Anspruchsinhaber rechtliche Mittel einsetzen, die er sich  davor nicht hätte leisten können wie beispielsweise ein aufwendigeres Gutachten. Dies ist auch im Interesse des Prozessfinanzierers, der ja nur im Erfolgsfall eine Gewinnbeteiligung erhält. Erfährt der Gegner von der starken finanziellen Unterstützung, lenkt er oftmals ein und lässt sich auch eher von einer Kompromisslösung (Vergleich) überzeugen. Sie haben weitere Fragen? Dann finden Sie hier einen fachkundigen Rechtsanwalt in Ihrer Nähe, der Ihnen weiterhilft. 

4. Wie kann ich eine kostenlose Voranfrage auf Prozessfinanzierung stellen?

Die Kosten für eine Prozessfinanzierung hängen vom Streitwert und ggf. vom Risiko für den Prozessfinanzierer ab. Wir können Ihnen ein kostenloses Angebot für eine Prozessfinanzierung vermittteln. Schreiben Sie an die im folgenden genannte Email folgende Kurzinformationen:

  • Betreff mit einer kurzen, beschreibenden Überschrift
  • Kurze Fallbeschreibung
  • Steitwert, um den es geht

Senden Sie diese vertraulich an info@rechtsanwalt.com. Wir werden Ihnen ggf. einen passenden Prozesskostenfinanzierer vermitteln.

5. Wo finde ich einen Test von Prozessfinanzierern?

Die Stiftung Warentest hat an folgender Stelle einen Test bzw einen Vergleich von Prozessfinanzierern veröffentlicht. Dieser verschafft Ihnen den nötigen Einblick und erspart eigene Erfahrung: Test Prozessfinanzierer

 

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