Ratgeber 04.10.2023 Alex Clodo

Bürgergeld-Bescheid 2023 beantragen!

Wenn Sie Bürgergeld beantragen, erhalten Sie einen schriftlichen Bescheid von der zuständigen Behörde, in dem über Ihren Antrag entschieden wird. Dieser Bescheid ist sehr wichtig, denn er enthält Informationen über die Höhe, die Dauer und die Bedingungen des Bürgergeldes. In diesem Blogbeitrag erklären wir Ihnen, wie Sie einen Bescheid zum Thema lesen, verstehen und prüfen können. Außerdem geben wir Ihnen Tipps, wie Sie gegen einen fehlerhaften oder ablehnenden Bescheid vorgehen können.

Wie lese ich einen Bürgergeld Bescheid?

Ein Bescheid besteht aus mehreren Teilen, die Sie sorgfältig durchgehen sollten.

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Bürgergeld-Bescheid 2023 beantragen! erhalten

Füllen Sie das nachfolgende Formular aus, wenn es sich um eine realistische Anfrage handelt können Sie damit rechnen, dass sich bald ein Anwalt bei Ihnen meldet.

Der erste Teil ist die Rechtsbehelfsbelehrung, in der Ihnen mitgeteilt wird, wie Sie gegen den Bescheid Widerspruch einlegen können, wenn Sie damit nicht einverstanden sind. Die Frist für den Widerspruch beträgt in der Regel einen Monat ab Zugang des Bescheides.

Der zweite Teil ist die Begründung, in der die Behörde erklärt, wie sie zu ihrer Entscheidung gekommen ist. Hier finden Sie Angaben zu Ihren persönlichen Daten, Ihrem Einkommen, Ihrem Vermögen, Ihrer Bedarfsgemeinschaft und Ihrem Leistungsanspruch.

Der dritte Teil ist die Berechnung, in der die einzelnen Posten des Bürgergeldes aufgeschlüsselt werden. Hier sehen Sie, wie hoch Ihr Regelsatz, Ihre Mehrbedarfe, Ihre Kosten für Unterkunft und Heizung und Ihre Einkommensanrechnung sind. Der vierte Teil ist die Zahlungsanweisung, in der Ihnen mitgeteilt wird, wann und wie Sie das Bürgergeld erhalten.

Wie verstehe ich einen Bürgergeld Bescheid?

Um einen Bescheid zu verstehen, müssen Sie einige Fachbegriffe kennen, die wir Ihnen hier kurz erläutern:

Regelsatz: Der Regelsatz ist der Betrag, der Ihnen monatlich für Ihren Lebensunterhalt zusteht. Er richtet sich nach Ihrem Alter und Ihrer Lebenssituation. Der aktuelle Regelsatz für eine alleinstehende Person beträgt 446 Euro im Monat.

Mehrbedarf: Der Mehrbedarf ist ein zusätzlicher Betrag, der Ihnen zusteht, wenn Sie besondere Bedürfnisse haben. Zum Beispiel gibt es einen Mehrbedarf für Schwangere, Alleinerziehende, Behinderte oder Kranke.

Kosten für Unterkunft und Heizung: Die Kosten für Unterkunft und Heizung sind die Ausgaben, die Sie für Ihre Wohnung haben. Dazu gehören die Miete oder die Belastung aus einem Eigentum sowie die Nebenkosten und die Heizkosten. Die Behörde übernimmt diese Kosten nur bis zu einer angemessenen Höhe, die je nach Wohnort und Wohnungsgröße variiert.

Einkommensanrechnung: Die Einkommensanrechnung ist der Betrag, der von Ihrem Bürgergeld abgezogen wird, wenn Sie über eigenes Einkommen verfügen. Dazu gehören zum Beispiel Lohn, Rente oder Unterhalt. Allerdings dürfen Sie einen Teil Ihres Einkommens behalten, der sogenannte Freibetrag. Dieser hängt von der Art und Höhe Ihres Einkommens ab.

Bedarfsgemeinschaft: Die Bedarfsgemeinschaft ist die Gruppe von Personen, die gemeinsam einen Antrag auf Bürgergeld stellen können. Dazu gehören in der Regel Sie selbst, Ihr Ehepartner oder Lebenspartner und Ihre minderjährigen Kinder. Die Mitglieder einer Bedarfsgemeinschaft müssen sich gegenseitig unterstützen und ihr Einkommen und Vermögen gemeinsam angeben.

Wie prüfe ich einen Bürgergeld Bescheid?

Um einen Bescheid zu prüfen, sollten Sie zunächst überprüfen, ob alle Ihre Angaben richtig erfasst wurden. Wenn Sie Fehler oder Unstimmigkeiten feststellen, sollten Sie diese umgehend bei der Behörde melden. Außerdem sollten Sie nachrechnen, ob die Berechnung des Geldes korrekt ist.
Wenn Sie Zweifel haben oder Fragen haben, können Sie sich an eine Beratungsstelle wenden, die Ihnen kostenlos weiterhilft. Zum Beispiel gibt es Sozialverbände, Wohlfahrtsverbände oder Rechtsanwälte, die sich auf das Thema Bürgergeld spezialisiert haben.

Wie gehe ich gegen einen Bescheid vor?

Wenn Sie mit einem Bescheid nicht einverstanden sind, weil Sie zum Beispiel weniger Bürgergeld erhalten haben als erwartet oder weil Ihr Antrag ganz oder teilweise abgelehnt wurde, können Sie dagegen Widerspruch einlegen. Der Widerspruch muss schriftlich erfolgen und innerhalb eines Monats nach Zugang des Bescheides bei der Behörde eingehen. In Ihrem Widerspruch sollten Sie begründen, warum Sie den Bescheid für falsch halten und welche Änderungen Sie verlangen.

Sie können auch Belege oder Zeugnisse beifügen, die Ihre Argumente stützen. Die Behörde muss dann Ihren Widerspruch prüfen und Ihnen einen Widerspruchsbescheid zustellen. Wenn Sie mit dem Widerspruchsbescheid ebenfalls nicht zufrieden sind, können Sie vor dem Sozialgericht klagen. Dafür haben Sie wiederum einen Monat Zeit ab Zugang des Widerspruchsbescheides. Die Klage muss ebenfalls schriftlich erfolgen und die Gründe für Ihre Klage enthalten. Für eine Klage vor dem Sozialgericht brauchen Sie keinen Rechtsanwalt, aber es kann sinnvoll sein, sich juristisch beraten zu lassen.

Wo finde ich mehr Informationen zum Thema Bürgergeld Bescheid?

Wenn Sie mehr Informationen zum Thema Bürgergeld Bescheid suchen, können Sie folgende Links nutzen:

– Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales bietet eine Broschüre an, die Ihnen erklärt, wie der Vorgang funktioniert und wie Sie es beantragen können: https://www.bmas.de/DE/Themen/Soziale-Sicherung/Buergergeld/buergergeld.html
– Die Bundesagentur für Arbeit bietet einen Online-Rechner an, mit dem Sie Ihren voraussichtlichen Anspruch ermitteln können: https://www.arbeitsagentur.de/buergergeld-rechner
– Das passende Gesetz finden Sie hier: https://www.gesetze-im-internet.de/bgbeg/
– Das Gesetz über die Grundsicherung für Arbeitsuchende finden Sie hier: https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_2/

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