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Corona: Das sind die kuriosesten Regeln und Strafen weltweit

Deutschland wird, genau wie der Rest der Welt, aktuell mit der zweiten Welle der Coronapandemie konfrontiert. Das führt vielerorts dazu, dass für ganze Gemeinden ein Lockdown gilt. Anderenorts dürfen öffentliche belebte Plätze nur noch mit einem Mund-Nasen-Schutz (MNS) besucht werden. Eine Missachtung dieser geltenden Maskenpflicht ist in der Bundesrepublik mit einer Geldstrafe von bis zu 500€ bedroht. Doch wie sieht es anderswo auf der Welt aus? Wir haben für Sie die kuriosesten Regelungen und Strafen in Bezug auf die Coronapandemie zusammengestellt.

Kambodscha

Wer nach Kambodscha einreisen will, muss neben einem gültigen kambodschanischen Pass bzw. Visum auch eine Kaution in Höhe von mehreren tausend US-Dollar aufbringen. Ein Coronatest ist ebenfalls verpflichtend. Fällt dieser negativ aus, erhalten Einreisende den Großteil der gestellten Kaution zurück. Bei einem positiven Ergebnis wird die Kaution dem kambodschanischen Wirtschafts- und Finanzministerium zufolge für eine mögliche Behandlung genutzt.
Doch auch wenn der eigene Test negativ ausfällt, heißt das noch nicht, dass man aus dem Schneider ist. Denn wenn auch nur eine Person positiv auf das Coronavirus SARS-CoV-2 getestet, sind alle Einreisenden desselben Fluges zu einer Quarantäne in einer staatlichen Einrichtung verpflichtet.

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Viele Länder reagierten angesichts der steigenden Infektionszahlen vor allem während der ersten Welle im Frühjahr 2020 neben Quarantäneverordnungen auch mit Ausgangssperren. Manche Staaten regelten diese allerdings auf ganz spezielle Weise:

Türkei

Im Land am Bosporus galt beispielsweise unter der Woche eine strenge Ausgangssperre für alle Personen unter 20 Jahren und über 65 Jahren. An den Wochenenden mussten auch alle anderen Generationen zuhause bleiben. Während die türkische Regierung die Ausgangssperre für unter 20-Jährige vor bereits in der ersten Jahreshälfte wieder aufgehoben hatte, wurde die zeitweise Ausgangssperre für Senioren aktuell von vielen Provinzen wieder eingeführt. Zudem gilt in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens wie im Personennahverkehr und in Supermärkten strikte Zugangsbeschränkungen für Personen über 65 Jahren.

Schweden

Schweden setzte während der ersten Pandemiewelle ebenfalls auf Ausgangssperren. Im Land von Köttbullar und Astrid Lindgren durften Senioren über 70 Jahre ihr Zuhause zeitweise nicht verlassen, da sie zur Corona-Risikogruppe zählen.

Peru, Panama und Kolumbien

In Lateinamerika setzten viele Staaten ebenfalls auf zeitweise Ausgangssperren. Anders als in der Türkei und Schweden wurden diese allerdings nicht nach Generationen, sondern nach Geschlechtern verhängt. In Peru durfte Männer demnach nur an den Tagen Montag, Mittwoch und Freitag das Haus verlassen. An den Dienstagen, Donnerstagen und Samstagen dagegen waren die Frauen an der Reihe. Auf diese Weise sollte allen Beamten schnell erkennbar sein, wer sich verbotenerweise draußen aufhielt.

In Panama galt dieselbe Regelung. Dort wurden allerdings die Schwachstellen dieser Verordnung sichtbar: So wurde eine Transgender-Frau beispielsweise mit einer Strafe für die Missachtung der Ausgangsregelung belegt, da ihr Geburtsgeschlecht (männlich) noch in ihrem Pass vermerkt war und sie somit als Mann galt.

An den Sonntagen gilt dagegen Geschlechtergerechtigkeit. Außer Ärzten mussten an diesem Tag sowieso alle zuhause bleiben.

Wenn es um kuriose Regeln und Strafen geht, steht allerdings ein anderes Land unangefochten auf Platz 1 der Liste:

Indonesien

Das südostasiatische Land, das normalerweise vor allem für seine Dschungelwälder und Surfspots bekannt ist, sorgt in der anhaltenden Coronapandemie vor allem mit bizarren Strafen für Schlagzeilen. Während der ersten großen Pandemiewelle im Frühjahr wurden Maskenverweigerer gezwungen öffentlich Buße zu tun, indem sie beispielsweise Toiletten putzen oder Koranverse rezitieren mussten. Auf diese Weise wurden „Straftäter“ öffentlicher Demütigung ausgesetzt, was abschreckend wirken sollte. Aber auch aktuell setzt Indonesien (wieder) auf Abschreckung. Bürger, die die Polizei ohne Mund-Nasen-Bedeckung erwischt, können alternativ zu einer  empfindlichen Geldstrafe das „Probeliegen“ in einem offenen Sarg als Strafe wählen. Videos der Aktion verbreiten sich derzeit rasend schnell im Internet und sorgen für Hohn und Spott für die Bestraften.

 

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