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News - Aktuelles rund ums Recht

  
Umsehen in: Home / Steuererklärung

Steuererklärung

Entfernungspauschale schließt auch zweite tägliche Fahrt zur Arbeit mit ein

Von Julia Brunnengräber am 12. März 2012

Fährt ein Arbeitgeber täglich zur Arbeit und zurück – pendelt er also zwischen Wohnstätte und Arbeitsort hin und her – gilt die sogenannte Entfernungspauschale. Eine Fahrt zur Arbeit und zurück kann also in der Steuererklärung angegeben werden und so verrechnet werden. Eine steuerliche Erstattung entsteht für den Steuerbürger.

Werbungskostenabzug für zweite Fahrt zur Arbeitsstätte?

Ein Musiker fuhr aber nicht nur einmal täglich zur Arbeit, sondern häufig zweimal täglich. Auch die zweite tägliche Fahrt zur Arbeit, einem Theater, wollte er steuerlich absetzen. Er argumentierte, dass er um die zwei täglichen Fahrten hin und zurück nicht herumkomme. Als Musiker angestellt am Theater müsse er an den Proben teilnehmen wie auch an den Aufführungen. Die Pause dazwischen sei zu lang, um vor Ort zu bleiben. Daher müsse er zweimal zum Arbeitsort kommen. Er ging vor Gericht und wollte so einen weiteren Werbungskostenabzug durch das Finanzamt erreichen. Das Finanzamt hatte das abgelehnt.

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Geschrieben in Steuerrecht | Tagged Einkommenssteuergesetz, Entfernungspauschale, Fahrten zur Arbeit, Finanzamt, Finanzgericht, Steuererklärung, Steuerverfahren, verfassungswidrige Ungleichbehandlung, Werbungskostenabzug | Einen Kommentar schreiben

Die Anlage EÜR muss von Betriebsinhabern abgegeben werden

Von Manuela Frank am 1. Februar 2012

Inhaber einer Firma, die ihre Gewinnermittlung mittels einer Einnahmen-Überschuss-Rechnung durchführen, müssen seit dem Jahr 2005 ihrer Steuererklärung die “Gewinnermittlung auf einem amtlich vorgeschriebenen Vordruck” beilegen. Solch ein Vordruck, auch “Anlage EÜR” genannt, gibt eine standardisierte Aufschlüsselung aller betrieblichen Einnahmen und Ausgaben vor, wodurch die Möglichkeit einer besseren Kontrolle und eines besseren Vergleichs geboten werden soll.

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Geschrieben in Steuerrecht | Tagged Besteuerung, Betriebsausgaben, Betriebseinnahmen, Einkommensteuer, Einkommensteuergesetz, EÜR, Gewinn, Steuer, Steuererklärung, Verlust | Einen Kommentar schreiben

Aufwendungen für Erststudium und Erstausbildung abziehbar

Von Manuela Frank am 19. Januar 2012

Gute Nachrichten für alle Studenten und Azubis, denn seit Juli 2011 können die Kosten für eine Erstausbildung oder ein Erststudium in voller Höhe steuerlich abgesetzt werden. Mit diesem Urteil des Bundesfinanzhofs wurde die seit 2004 geltende Rechtsprechung abgelöst, der zufolge ein Abzugsverbot für alle Aufwendungen einer Erstausbildung bzw. eines Erststudiums bestand. Ein Abzug ist nun auch möglich, wenn der Steuerpflichtige seine Ausbildung bzw. sein Studium direkt nach seinem Abschluss beginnt.

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Geschrieben in Steuerrecht | Tagged Abziehbarkeit, Ausbildung, Auszubildender, Beruf, Berufstätigkeit, Einkommensteuer, Einkommensteuergesetz, Einkünfteermittlung, Steuer, Steuererklärung, Student, Studiengebühr, Studiengebühren, Studium, Verlustfeststellung | 1 Antwort

Bundesregierung: Neuregelungen zum 1.12.2011

Von Simon Wolpert am 19. Dezember 2011

Ab Dezember 2012 gelten steuerliche Vereinfachungen für Bürger und Unternehmen. Kosten für Kinderbetreuung sind nun steuerlich absetzbar, der Arbeitnehmer-Pauschbetrag wurde erhöht, die Energieeffizienz wird durch ein neues Gesetz gefördert und im Baugewerbe gelten neue Mindestlöhne. Auch gibt es neue Vorschriften bei der Kennzeichnung gefährlicher Chemikalien.

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Steuervereinfachungen

  • Mit der Steuererklärung für 2012 ist es Eltern möglich Kinderbetreuungskosten einfacher abzusetzen. Dabei spielt es keine Rolle, ob eine Betreuung der Kinder aus beruflichen oder privaten Gründen notwendig ist. Alle Mütter und Väter können somit Betreuungkosten durch die Steuererklärung geltend machen.

Geschrieben in Allgemein | Tagged Arbeitnehmer-Pauschbetrag, Chemikalien, Energieeffizienz, Kinderbetreuung, Kindergeld, Mindestlöhne, Ökodesign-Richtlinie, Steuererklärung, steuerliche Vereinfachungen | Einen Kommentar schreiben

Änderung in der Steuererklärung nachträglich vorgenommen und bewilligt

Von Julia Brunnengräber am 1. November 2011

Ein Bürger gab in seiner Steuererklärung die Unterhaltszahlungen für seine Lebensgefährtin nicht an, die auch die Mutter des gemeinsamen Kindes ist. Dies nachträglich geltend zu machen lehnte das Finanzamt ab, das Finanzgericht Hamburg hingegen beschloss, ihm diese Änderung zu gestatten.

Unterhaltszahlungsangabe für Lebensgefährtin versäumt

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Geschrieben in Steuerrecht, Unterhaltsrecht | Tagged Änderung, Angabe, elektronische Steuererklärung, ElsterFormular, Finanzamt, Finanzgericht, Lebensgefährte, Lebensgefährtin, Steuer, Steuererklärung, Steuerpflicht, Unterhalt, Unterhaltszahlung | Einen Kommentar schreiben

Zivilprozesskosten steuerlich absetzbar

Von Anna Schön am 9. September 2011

Zivilprozesskosten sind künftig unabhängig von ihrem Gegenstand als außergewöhnliche Belastung steuerlich absetzbar.

Sachverhalt

Die Klägerin klagte gegen ihre Krankentagegeldversicherung. Die Klägerin wurde Anfang 2004 arbeitsunfähig. Nach sechs Wochen stellte ihr Arbeitgeber die Gehaltszahlungen ein. Danach erhielt sie Zahlungen von ihrer Krankentagegeldversicherung. Nach weiteren sechs Monaten wurde bei ihr eine Berufsunfähigkeit festgestellt, sodass die Versicherung die Zahlungen einstellte. Daraufhin klagte diese gegen die Versicherung. Sie verlor den Prozess und hatte Prozesskosten i.H.v. 10.000 €. Diese wollte sie in ihrer Steuererklärung geltend machen, das Finanzamt berücksichtigte die Kosten jedoch nicht.

Der BFH ändert die ursprüngliche Rechtsprechung

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Geschrieben in Steuerrecht | Tagged Abgaben, Anwaltskosten, arbeitsunfähig, berufsunfähig, Einkommenssteuer, Finanzamt, Gerichtskosten, Gesetzesauslegung, Rechtsstreit, Steuererklärung, Steuerpflicht | Einen Kommentar schreiben

Kein Schadensersatz wenn das Finanzamt Fehler macht

Von Anna Schön am 7. September 2011

Gemeinde klagt gegen das Finanzamt

Gemeinden haben nach dem GG (Art. 28 II GG) einen Anspruch auf kommunale Selbstverwaltung. Unter diesen Grundsatz fällt auch das Recht der Gemeinden einen individuellen Gewerbesteuerhebesatz festzulegen.

Die Gemeinde erhob Gewerbesteuer über ca. 350.000 € von einem dort ansässigen Unternehmen. Das Finanzamt stellte den Steuerbescheid dem Unternehmen zu. Später erklärte es den diesbezüglich ergangenen Gewerbesteuerbescheid nach Absprache mit dem Finanzgericht für nichtig. Es hätte ein Adressierungsfehler vorgelegen. Die Gemeinde musste daraufhin den Bescheid aufheben.

Gemeinde will Ersatz des entgangen Steuereinkommens

Die Gemeinde klagte gegen das Land auf Ersatz des Gewerbesteuerausfalls. Das Begehren blieb jedoch in den Vorinstanzen ohne Erfolg. Das Bundesverwaltungsgericht wies die Revision zurück.

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Geschrieben in Steuerrecht, Verwaltungsrecht | Tagged Einkommenssteuer, Firma, Gewerbesteuer, Steuerbescheid, Steuererklärung | Einen Kommentar schreiben

Berechnung des Strafmaßes bei der Hinterziehung von Steuern

Von Manuela Frank am 19. Juli 2011

Im vorliegenden Fall ging es um das am 21. April 2008 gefällte Urteil des Landgerichts Landshut. Hier wurde ein Subunternehmer, der ein Bauunternehmen betrieb, wegen Beitrags- und Steuerhinterziehung zu einer Freiheitsstrafe von insgesamt “einem Jahr und elf Monaten ohne Bewährung” verurteilt. Gegen dieses Urteil legte der Angeklagte Revision ein. Dem Angeklagten wurde zur Last gelegt, dass seine Arbeitnehmer für ihn “schwarz” arbeiteten und er somit weder Sozialabgaben leistet noch Lohnsteuern abführte. Zudem händigte er auch keine Umsatzsteuererklärung aus. Darüber hinaus half er sogar seinen Auftraggebern bei deren Umsatzsteuerhinterziehung und beschaffte diesen Scheinrechnungen, sodass sie die monetären Leistungen, welche sie dem Beklagten zukommen ließen, als Betriebsausgaben verbuchen und somit einen Vorsteuerabzug fordern konnten. Die Summe des dadurch entstandenen Schadens belief sich auf fast eine Million Euro.

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Geschrieben in Steuerrecht, Strafrecht | Tagged Abgabenordnung, BGH, Bruttolohn, Nettolohn, Schwarzarbeit, Sozialabgaben, Steuereinnahmen, Steuererklärung, Steuerschaden, Strafbefehlsverfahren, Strafbemessungsgrundlage, Strafzumessung | Einen Kommentar schreiben

Änderung des Steuerbescheids zum Nachteil des Betroffenen ist nicht zulässig, falls das Finanzamt seine Ermittlungspflicht nicht erfüllt hat

Von Anna Schön am 30. März 2011

Das Finanzgericht Rheinland-Pfalz stellte fest, dass ein Steuerbescheid nachträglich nicht zum Nachteil des Betroffenen geändert werden kann, wenn zuvor ein offenkundiger Widerspruch in der Steuererklärung vorlag und nicht erkannt wurde. Dadurch habe der Beamte seine Amtsermittlungspflicht verletzt.

In der Einkommenssteuererklärung des Klägers, der Bezirksverkaufsleiter von fünf bis neun Filialen war, waren keine Angaben zum ausgeübten Beruf gemacht worden. Außer im Jahre 2004 gab er an, dass er “Verkaufsleiter” sei. Er machte in den Jahren 2003 bis 2005 Werbungskosten für die Fahrten zur Arbeit und zurück ( 199, 172, 181 Tage von 2003 bis 2005) und Verpflegungsmehraufwendungen i.H.v. ca 2.800 EUR jährlich (202, 205, 222 Tage) geltend. Den Unterlagen fügte er noch Tagesberichte mit “Reisekosten” hinzu, die mit dem Vermerk “Nachweise lagen vor” vom Veranlagungsbeamten versehen wurden. In 2005 legte er Werbungskosten als “Reisekosten als Revisor lt. Wochenberichte” vor, welche der Beamte so hinnahm.

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Geschrieben in Steuerrecht | Tagged Änderung, Arbeitsweg, Beamter, Dienstreise, Einkommenssteuer, Fahrt, Fehler, Finanzamt, nachträglich, Steuererklärung, Widerspruch | Einen Kommentar schreiben

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