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News - Aktuelles rund ums Recht

  
Umsehen in: Home / EuGH

EuGH

Türkische Arbeitnehmer: Auch bei geringfügiger Beschäftigung gilt assoziationsrechtliches Aufenthaltsrecht

Von Julia Brunnengräber am 24. Mai 2012

Wann erhalten türkische Staatsangehörige ein sogenanntes assoziationsrechtliches Aufenthaltsrecht in Deutschland? Auch wenn sie wenige Wochenstunden arbeiten, also in einem geringfügigen Beschäftigungsverhältnis stehen? Darüber hatte das BVerwG zu entscheiden.

Ausländerbehörde lehnte Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis ab

Eine Frau türkischer Staatsangehörigkeit zog zu ihrem Mann nach Deutschland, der ebenfalls die türkische Staatsangehörigkeit besitzt. Dies fällt unter den Begriff des Familiennachzugs. In Deutschland aber trennte sich das Paar und es stellte sich für die Frau die Frage: Darf sie als Beschäftigte im Bereich der Raumpflege ihre Aufenthaltserlaubnis verlängern, auch wenn sie fünfeinhalb Stunden in der Woche, also geringfügig arbeitet? Sie stellte einen Antrag bei der Ausländerbehörde. Die aber lehnte ihr Ersuchen ab.

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Geschrieben in Verwaltungsrecht | Tagged Assoziationsrat EWG-Türkei, assoziationsrechtliches Aufenthaltsrecht, BVerwG, EuGH, geringfügige Beschäftigung, tarifvertragliche Vergünstigung, Türkische Arbeitnehmer, türkische Staatsangehörige, türkische Staatsangehörigkeit | Einen Kommentar schreiben

EU: Wer kommt wie für Überschuss-Beseitigung landwirtschaftlicher Erzeugnisse auf?

Von Julia Brunnengräber am 16. Mai 2012

Innerhalb der EU müssen Zuständigkeiten geregelt werden. Mitgliedstaaten haben ihre Zuständigkeiten hinsichtlich des eigenen Staates und ihre Zuständigkeiten innerhalb der EU. Der folgende Fall betraf den EU-Beitritt. Tritt ein Staat der EU bei, hat aber zu diesem Zeitpunkt einen Überschuss an landwirtschaftlichen Erzeugnissen aufzuweisen, gefährdet das das Funktionieren des gesamten Marktes. Ein Überschuss liegt dann vor, wenn die Bestände über die als normal anzusehende Menge hinausgehen.

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Geschrieben in Allgemein, Europarecht | Tagged Ausfuhr, Beitrittsakte, EU, EU-Beitritt, EU-Mitgliedsstaat, EuGH, Gemeinschaftshaushalt, Hoheitsgebiet, Kommission, Landwirtschaft, landwirtschaftliche Erzeugnisse, Vernichtung | Einen Kommentar schreiben

EuGH: Mitgliedstaat darf Einschleusen von Ausländern strafrechtlich verfolgen

Von Julia Brunnengräber am 16. Mai 2012

Die EU ist ein beliebtes Gebiet. EU-Bürger selbst wissen das meist zu schätzen und auch Drittstaatsangehörige sind nicht abgeneigt, in die EU zu reisen, ja gar dort zu leben. Für die Einreise brauchen sie zunächst einmal ein Visum. Mitgliedstaaten können diese ausstellen. In den Drittstaaten können Ausländer Dienststellen konsultieren. Es bestehen Rechtsvorschriften, nach denen zum Beispiel der Reisezweck überprüft wird und nach denen Visaanträgen zugestimmt wird oder nicht. Illegaler Einwanderung soll so entgegengewirkt werden.

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Geschrieben in Europarecht, Strafrecht | Tagged Annulierung, arglistige Täuschung, Ausstellermitgliedsstaat, Drittstaat, eingeschleuste Ausländer, EU, EuGH, Reisezweck, strafrechtliche Verfolgung, Visa, Visum | Einen Kommentar schreiben

“SWIFT GTi”-Markenanmeldung Suzukis laut EuGH trotz Volkswagen-Marke “GTI” rechtens

Von Julia Brunnengräber am 19. April 2012

Wieder einmal geht es um Markennamen, die ähnlich sind und wieder einmal musste der EuGH sich damit auseinander setzen, ob diese Namen zu ähnlich sind oder unterscheidbar voneinander für den Kunden.

Suzuki vs. VW – Vorwurf der Verwechslungsgefahr

Suzuki meldete beim Harmonisierungsamt für den Binnenmarkt (HABM) das Wortzeichen “SWIFT GTi” als Gemeinschaftsmarke an. Es soll zum einen für Kraftfahrzeuge gelten und zum anderen für deren Teile und Zubehör. Volkswagen wollte das aber nicht ohne Widerspruch hinnehmen und strebte an, das Vorhaben Suzukis zu verhindern. VW ist nämlich Inhaberin der deutschen sowie internationalen Wortmarke “GTI”. VW argumentierte, der Kunde könne “GTI” mit “SWIFT GTi” verwechseln. Das HABM verneinte das. Verwechslungsgefahr sei nicht zu befürchten. Da “SWIFT” im Namen mit enthalten sei, würden “GTI” und ”SWIFT GTi” nicht miteinander verwechselt. Zudem stehe “SWIFT” vorne. VW klagte dagegen an.

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Geschrieben in Markenrecht | Tagged "SWIFT GTi", EuGH, Gemeinschaftsmarke, HABM, Markenanmeldung, Suzuki, Volkswagen-Marke "GTI", VW | Einen Kommentar schreiben

Finanzmittel für Auslandsstudium: Wohnsitzerfordernis der Niederlande ist laut EuGH mittelbar diskriminierend

Von Julia Brunnengräber am 15. März 2012

Die Niederlande fördert das Auslandsstudium. Diese Förderung trägt die Bezeichnung “MNSF”. Aber die Förderung wird nur unter bestimmten Bedingungen gewährt. Im Fokus ist folgende Bedingung: Die Wohnsitzerfordernis. Wer mindestens drei der vorherigen sechs Jahre wohnhaft in den Niederlanden war, darf MNSF erhalten. Der EuGH hatte zu prüfen, ob diese nationale niederländische Regelung gegen das EU-Recht verstößt oder nicht.

EuGH: Wohnsitzerfordernis führt zu Ungleichbehandlung

Der EuGH sieht es als problematisch an, Wanderarbeitnehmer und Grenzarbeitnehmer mit niederländischen Arbeitnehmern zu vergleichen. Staatsangehörige sind in der Regel eher dazu in der Lage die Wohnsitzerfordernis zu erfüllen als Wanderarbeitnehmer und Grenzarbeitnehmer beziehungsweise deren Kinder, die das Auslandsstudium von den Niederlanden aus antreten wollen. Vielmehr sei das mittelbar diskriminierend. Es gibt auch viele Deutsche, die in den Niederlanden arbeiten, aber in Deutschland wohnen.

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Geschrieben in Allgemein, Arbeitsrecht, Europarecht | Tagged Auslandsstudium, EU, EuGH, Freizügigkeit der Arbeitnehmer, Grenzarbeitnehmer, mittelbare Diskriminierung, MNSF, Niederlande, Studenten, Ungleichbehandlung, Wanderarbeitnehmer, Wohnsitzerfordernis | Einen Kommentar schreiben

Ministerium darf Zugang zu Umweltinformationen eines Gesetzgebungsverfahren verweigern

Von Julia Brunnengräber am 14. März 2012

Im Fokus diesen Falles ist die EU-Richtlinie 2003/4. Diese wurde mit dem Umweltinformationsgesetz in nationales Recht umgesetzt. Der Inhalt: Bürger und Unternehmen haben ein Recht darauf, Umweltinformationen bei Behörden einzusehen – sogar unabhängig von ihrem Interesse, das dahinter steht. Doch ist das immer so? Oder haben Mitgliedsstaaten Rechte, das einzuschränken – also den Zugang zu Informationen in bestimmten Fällen zu verweigern? Der EuGH hatte dazu eine Grundsatzentscheidung zu treffen.

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Geschrieben in Allgemein, Europarecht | Tagged Bundesministerium für Umwelt, EuGH, Flachglas Torgau GmbH, Gesetzgebungsverfahren, Ministerium, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Öffentlichkeit, Treibhausgasemission, Umweltinformationen, Zugangsverweigerung | Einen Kommentar schreiben

EuGH: Flugannulierung auch nach dem Start möglich

Von Julia Brunnengräber am 7. März 2012

Auch wenn Streiks einmal nicht der Grund sind für Flugausfälle, können diese trotzdem vorkommen – zum Leidwesen der Reisenden, die nicht pünktlich ihre Termine wahrnehmen können oder ungünstig für Urlauber, deren Planung durcheinander gebracht wird. In jedem Fall entstehen Kosten – und die Frage danach, wer dafür aufkommt.

Flug nach Start abgebrochen – Ausgleichszahlungen?

Reisende saßen in einem Flugzeug der Fluggesellschaft Air France. Zunächst verlief alles planmäßig. Von Frankreichs Hauptstadt Paris sollte ins spanische Vigo geflogen werden. Die Maschine startete. Wenige Minuten später aber entschied sich der Pilot umzukehren und brachte Flugzeug und Insassen zum Startflughafen Charles de Gaulle zurück. Er hatte einen technischen Defekt festgestellt – wollte und konnte kein Risiko eingehen.

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Geschrieben in Reiserecht, Reisevertragsrecht | Tagged Ausgangsflughafen, Ausgleichszahlung, durchgeführter Flug, EuGH, Flugannulierung, Fluggast, Pilot, technischer Defekt, Umbuchung | Einen Kommentar schreiben

EuGH: Unfallgeschädigte Arbeitnehmerin klagt auf bezahlten Mindesturlaub

Von Julia Brunnengräber am 20. Februar 2012

Eine Arbeitnehmerin war in Frankreich auf dem Weg zur Arbeit, als sie einen Unfall hatte. Über ein Jahr war sie daher krankgemeldet und konnte nicht arbeiten. Sie wollte ihren Jahresurlaub für diesen Zeitraum geltend machen und ihn sich auszahlen lassen. Ihr Arbeitgeber allerdings, das Centre informatique du Centre Ouest Atlantique (CICOA), lehnte das ab.

Sie ging deshalb vor Gericht, das sich wiederum an den Gerichtshof der Europäischen Union wandte. Folgende Frage musste geklärt werden: Kann eine Arbeitnehmerin, ist sie krankgeschrieben und hatte einen Unfall am Arbeitsplatz, bezahlten Mindesturlaub geltend machen? Die Klägerin selbst sah ihren Unfall als Unfall am Arbeitsplatz an. Auch dieser Aspekt musste untersucht werden.

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Geschrieben in Arbeitsrecht | Tagged Arbeitsunfall, bezahlter Mindesturlaub, CICOA, EU, EuGH, Grundsatz des Sozialrechts der Union, ordnungsgemäße Krankmeldung, Richtlinie über Arbeitszeitgestaltung, unfallgeschädigte Arbeitnehmerin, Unionsrecht | Einen Kommentar schreiben

EuGH: Anspruch auf Arbeitsunfähigkeitsleistung für Bohrplattform-Arbeitnehmer

Von Julia Brunnengräber am 15. Februar 2012

Bohrplattformen dienen dazu, natürliche Ressourcen, wie zum Beispiel Öl, an die Erdoberfläche zu befördern und deren weitere Verwendung möglich zu machen. In der Tat scheint die Frage, welchem Recht Arbeitnehmer von Bohrplattformen unterliegen, nicht leicht lösbar – immerhin befinden die sich auf dem Meer. Und mehr noch: Welches Versicherungssystem gilt für die Beschäftigten? Mit dieser Thematik setzte sich der Gerichtshof der Europäischen Union auseinander.

Niederländischer Arbeitnehmer nach Spanien umgezogen

Ein Arbeitnehmer, ursprünglich Niederländer mit Wohnsitz in den Niederlanden, arbeitete für das niederländische Unternehmen Nederlandse Aardolie Maatschapijj. Er war dort als Krankenpfleger und Röntgenassistent eingestellt. Sein Arbeitsplatz befand sich auf einer solchen Bohrplattform. Diese ist rund 80 Kilometer weit weg von der niederländischen Küste. Dann aber wechselte er seinen Wohnort. Er zog nach Spanien um.

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Geschrieben in Europarecht | Tagged Arbeitnehmer, Arbeitsunfähigkeit, Arbeitsunfähigkeitsversicherung, Bohrplattform, EU, EuGH, Freizügigkeit der Arbeitnehmer, natürliche Ressourcen, Nederlandse Aardolie Maatschapijj, Niederlande, Pflichtversicherungen, Unionsrecht, Wohnsitzvoraussetzung | Einen Kommentar schreiben

EuGH zu aufeinander folgenden befristeten Arbeitsverträgen: Zulässigkeit bei Sachgrund

Von Julia Brunnengräber am 27. Januar 2012

Klägerin war 13 Mal in Folge befristet angestellt und klagte auf Unbefristung

33 Jahre alt ist die Klägerin. Bereits 13 Mal hintereinander bekam sie einen befristeten Arbeitsvertrag. 11 Jahre lang ging das so. Sie ersetzte Kollegen beziehungsweise Kolleginnen vertretungsweise, zum Beispiel wegen deren Erziehungsurlaub. Diese waren unbefristet eingestellt und hatten sich vorübergehend beurlauben lassen. Die Klägerin verlangte aber schließlich, dass ihr zuletzt geschlossener Vertrag unbefristet sein soll. Kein Grund läge bei diesem vor, diesen wieder zu befristen. Auch generelle Fragen taten sich auf: Ist es gerechtfertigt, dass mit der Arbeitnehmerin mehr als ein Dutzend Mal aufeinander folgend ein befristeter Vertrag geschlossen wurde? Wäre nicht ein unbefristeter sinnvoller gewesen, war sie doch letztlich doch so viele Jahre beim gleichen Arbeitgeber angestellt – immer als Justizangestellte, immer beim Amtsgericht Köln? Ist das zulässig oder nicht?

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Geschrieben in Arbeitsrecht, Europarecht | Tagged befristetes Arbeitsverhältnis, Erziehungsurlaub, EuGH, Europäischer Gerichtshof, Kettenverträge, Mutterschutz, sachlicher Grund, unbefristeter Vertrag, Unionsrecht, Vertretung | 1 Antwort

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