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News - Aktuelles rund ums Recht

  
Umsehen in: Home / Bankrecht

Bankrecht

Schadensersatzklage vor BGH: Unterbliebene ad-hoc-Mitteilung eines Kreditinstituts bezüglich US-Subprimes

Von Julia Brunnengräber am 11. Januar 2012

Im vorliegenden Fall stehen unterlassene Ad-hoc-Mitteilungen nach § 37b WpHG im Mittelpunkt. Diesbezüglich hatte der Bundesgerichtshof eine Entscheidung zu fällen.

Schadensersatzklage wegen unterbliebener ad-hoc-Mitteilung eines Kreditinstituts

Eine Klägerin klagte ein Kreditinstitut an. Sie hatte von diesem Aktien erworben. Ihr Ziel war es, vor Gericht Schadensersatz zu erwirken. Unter anderem finanzieren sich mittelständische Unternehmen durch Zusammenarbeit mit diesem Kreditinstitut. Als weiteren Tätigkeitsschwerpunkt hatte dieses strukturierte Forderungsportfolien auf dem Kapitalmarkt. Die implizierten auch Forderungen aus dem US-Hypothekenmarkt. Ausfälle häuften sich auf diesem aufgrund von nachteiligen Entwicklungen für den Immobilienmarkt in den USA. Zinsen stiegen beispielsweise und Immobilien verloren an Wert, Kredite wurden basierend auf niedrigen Standards vergeben.

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Geschrieben in Bankrecht | Tagged ad-hoc-Mitteilung, Aktien, Aktienkurs, Bundesgerichtshof, Forderungsportfolien, Immobilien, Kreditinstitut, Marktsituation, Rettungsschirm, Rückverweisung, Schadensersatzanspruch, Schadensersatzklage, US-Hypothekenmarkt, US-Subprimes | Einen Kommentar schreiben

BGH zu Haftungsbestimmungen für missbräuchliche Bargeldabhebung an Geldautomaten

Von Julia Brunnengräber am 4. Januar 2012

Wer Bargeld an Geldautomaten missbräuchlich abhebt durch Benutzung einer Kreditkarte und Eingabe der Geheimzahl, muss dafür haften. Wie genau die Haftung grundsätzlich aussieht, hat der Bundesgerichtshof neu und näher bestimmt. Auch Formulierungen in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen sind von der Entscheidung betroffen.

Täglicher Grenzbetrag bei Bargeld-Abhebungen durch dritte Person überschritten

1000 Euro konnte der Beklagte mit seiner Karte täglich abheben, sofern dieser Betrag vorhanden war. Im Falle der verlorenen oder entwendeten Karte wurde der Beklagte bei Aushändigung der Karte darüber informiert, dass er dies unverzüglich der Bank melden müsse. Zudem hat der Karteninhaber bei Kartenerhalt eingewilligt, in einem solchen Fall für 50 Euro aufzukommen, auch wenn bereits mehr Geld abgehoben worden war.

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Geschrieben in Bankrecht | Tagged Allgemeine Geschäftsbedingungen, Bargeldabhebung, Bargeldbezug, Geheimhaltungspflicht, Geldautomat, Grenzbetrag, Karteninhaber, Kreditkarte, Kündigung der Kreditkarte, Lastschriftverfahren, PIN, Schadensersatz | 1 Antwort

Schadensersatzforderung von Lehman-Anlegern erfolglos

Von Manuela Frank am 11. Oktober 2011

Der Bundesgerichtshof musste in zwei Verfahren über Schadensersatzklagen entscheiden, die mit dem Kauf von Zertifikaten der holländischen Tochtergesellschaft der Investmentbank Lehman Brothers Holdings Inc. zusammenhängen.

Der konkrete Sachverhalt

In der einen Sache investierte der Kläger 10.000 Euro in eine “ProtectExpress-Anleihe”, die ihm von der Mitarbeiterin der angeklagten Sparkasse empfohlen wurde. Im zweiten Fall kaufte die Klägerin auf den Rat eines Mitarbeiters bei derselben Sparkasse eine “Bull Express Garant Anleihe” für ebenfalls 10.000 Euro. Bei beiden Fällen lagen Inhaberschuldverschreibungen der holländischen Tochtergesellschaft vor, für deren Rückzahlung die amerikanische Lehman Brothers Holdings Inc. einstand. Die Rückzahlung hing von verschiedenen Faktoren ab. Im ungünstigsten Fall jedoch, sollte den Anlegern am Laufzeitende die angelegte Summe ohne Zinsen zurückerstattet werden.

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Geschrieben in Bankrecht, Schadensersatzrecht | Tagged Eigengeschäft, Einlagensicherungssystem, Festpreisgeschäft, Informationspflicht, Insolvenzrisiko, Rückvergütung, Schadenersatz, Schadensersatz, Schadensersatzklage, Zahlungsfähigkeit | Einen Kommentar schreiben

Wohnungsdurchsuchung aufgrund Informationen auf liechtensteiner “Steuer-CD”

Von Simon Wolpert am 16. September 2011

Der für eine Wohnungsdurchsuchung obligatorische Anfangsverdacht ist auch dann gegeben, wenn er auf Daten gestützt wird, die ein Informant aus Liechtenstein auf einer sogenannten “Steuer-CD” (Datenträger mit Informationen über mutmaßliche Steuerhinterzieher) an die Bundesrepublik Deutschland verkauft hat. Dieses Vorgehen verstößt nicht gegen Verfassungsrecht.

Sachverhalt

Gegen die Kläger wird wegen Verdacht auf Einkommensteuerhinterziehung ermittelt. Das Amtsgericht stützte seinen Anfangsverdacht auf Daten, die es durch einen Liechtensteiner Treuhändler erhielt. Beim Auslesen der Daten wurde bekannt, dass der Kläger Teile seines Vermögens in Liechtenstein anlegte. Bei diesem Vermögen wären die Kapitalerträge nicht erklärt worden. Das Amtsgericht vermutete, dass der Kläger zwischen den Jahren 2002 und 2006 zwischen 16.390 € und 24.270€ hinterzog. Die Kläger legten gegen die Wohnungsdurchsuchungen Beschwerde vor Gericht ein. Sie sind der Meinung die Verwendung der Daten verstoße gegen innerstaatliches Recht. Zudem soll der Ankauf der Daten gegen Völkerrecht verstoßen.

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Geschrieben in Bankrecht, Steuerrecht, Strafrecht | Tagged Liechtenstein, Steuer-CD, Steuerhinterziehung, Steuersünder, Wohnungsdurchsuchung | Einen Kommentar schreiben

Ehemaliger Vorstandssprechers der IKB AG verurteilt

Von Anna Schön am 9. August 2011

Der BGH bestätigte die Rechtskraft der Verurteilung des ehemaligen Vorstandssprechers der IKB AG wegen vorsätzlicher Marktmanipulation.

Der Vorstandssprecher habe am 20.07.2007 eine Pressemitteilung veranlasst. In dieser wurde der Eindruck erweckt, dass die Subprime-Krise praktisch keine Auswirkungen für die Firma habe und von den angekündigten Neubewertungen einer Ratingagentur “seien sie lediglich mit einem einstelligen Millionenbetrag betroffen”. Daraufhin stieg die Aktie der IKB um ca 1,9 %. In den folgen Tagen geriet die IKB AG in Zahlungsschwierigkeiten, die nur noch mit staatlicher Hilfe vermieden werden konnten.

Der BGH stellte fest, dass die Entscheidung des Landgerichts Düsseldorf ohne Rechtsfehler ergangen ist. Die weiteren zahlreichen Verfahrensrügen blieben ohne Erfolg.

 Weiterlesen... (Geschätzte 27 Sec Lesezeit)

Geschrieben in Bankrecht, Strafrecht, Wettbewerbsrecht, Wirtschaftsrecht | Tagged ABS-Papiere, Betrug, CDO-Papiere, Darlehen, Deutsche Industriebank, Düsseldorf, finanzschwache Schuldner, Revision, Rhineland Funding Capital Corporation, Strafe, Subprime-Kredite, Täuschung, USA, verbriefte Kreditforderung | Einen Kommentar schreiben

Klausel über Verwaltungsgebühr eines Darlehenskontos unwirksam

Von Anna Schön am 27. Juni 2011

Der BGH entschied am 7. Juni 2011 (AZ: XI ZR 388/10), dass “die Klausel über die Zahlung einer monatlichen Gebühr für die Führung des Darlehenskontos in Allgemeinen Geschäftsbedingungen einer Bank unwirksam ist.”

Zum Sachverhalt

Im vorliegenden Fall klagte ein Verbraucherschutzverband gegen eine Bank. Die Bank hatte beim Abschluss von Darlehensverträgen eine AGB-Klausel angeführt, die besagt, dass die Kunden eine monatliche Gebühr für die Führung des Darlehenskontos zahlen müssen.

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Geschrieben in Bankrecht, Privatrecht | Tagged Finanzierung, Kosten, Kredit, Schulden, Vertrag, Zahlung, Zinsen | Einen Kommentar schreiben

Parlamentarische Abstimmung über neues Sparpaket für Griechenland

Von Anna Schön am 20. Juni 2011

Um im Juli einen 12-Milliarden-Euro-Kredit der Euroländer und eine weitere Nothilfe von ca. 110 Milliarden Euro des Internationalen Währungsfonds und der Europäischen Union zu erhalten, muss sich Griechenland an bestimmte Sparmaßnahmen halten. Ein wichtiger Teil trägt dabei die Privatisierung von staatlichen Unternehmen. Zudem plant man in Athen, Steuern weiter zu erhöhen, Beamtengehälter zu kürzen und Sozialleistungen abzubauen. Das Parlament muss diesen Sparmaßnahmen jedoch erst zustimmen, um diese verbindlich festzulegen und so schließlich die Nothilfe auch tatsächlich erhalten zu können. Der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou will dem Paralament das Sparpaket am Dienstag (21.06.2011) zur Abstimmung vorlegen.

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Geschrieben in Bankrecht, Internationales Recht, Staatsrecht | Tagged EU-Krisengipfel, Evangelos Venizelos, Finanzmarkt, Pleite, Rettung, Tranche | Einen Kommentar schreiben

Bank ist schadensersatzpflichtig bei schlechter Beratung

Von Anna Schön am 28. März 2011

Der BGH entschied zu Gunsten eines mittelständischen Unternehmens, das gegen eine Bank auf Ersatz eines Verlustes klagte, die es durch den Abschluss eines CMS Spread Ladder Swap-Vertrags erlitten hatte. Darin verpflichtete sich die Bank dem Kläger gegenüber auf eine Bezugssumme von 2.000.000 EUR jährlich 3 % Zinsen über die Laufzeit von fünf Jahren zu zahlen. Der Kläger sollte hingegen auf die Bezugssumme im ersten Jahr 1,5 % Zinsen p.a. und danach einen variablen Zinssatz zahlen. Gleichtzeitig wurde von den Parteien festgelegt, dass bei Fälligkeit diejenige Partei, die den höheren Betrag schuldete, den Differenzbetrag zahlen sollte.

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Geschrieben in Bankrecht | Tagged Bank, Beratungspflicht, CMS Spread Ladder Swap-Vertrag, Hedgefonds, Risiko, Verlust, Vertragskonditionen | Einen Kommentar schreiben

Glossar für juristische Fachausdrücke und Fremdwörter publiziert

Von Bernd Korz am 14. März 2011

Nicht selten hat man das Gefühl, dass „Recht“ eine Frage der Bildung ist. Nicht nur in der Medizin wird mit Fremdwörtern um sich geworfen, auch Justizia macht rege Gebrauch davon. Natürlich liegt es in der Natur der Sache und in der Geschichte von Recht und Gerechtigkeit, haben die alten Römer und Gelehrten doch bereits Gesetzestexte verfasst, die der Allgemeinheit helfen und ein Zusammenleben regeln sollten.

Wer heute ein Schreiben vom Gericht oder einem Anwalt bekommt, wird noch immer diverse Wörter darin lesen können, die nicht aus dem täglichen Sprachgebrauch stammen. Was ist denn nun ein Indossament, sind meine Vorzugsaktien etwas Besonderes, habe ich eine Wertberechtigung und wieso möchte mein Banker Agio von mir, ist das ein Bonus?

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Geschrieben in Allgemein, Arbeitsrecht, Architektenrecht, Bankrecht, Baurecht, Computerrecht, Erbrecht, Familienrecht, Gewerblicher Rechtsschutz, Glossar, Handelsrecht, Insolvenzrecht, Internationales Recht, IT-Recht, Kapitalmarktrecht, Kaufrecht, Mediation, Medienrecht, Medizinrecht, Mietrecht, Notariat, Privatrecht, rechtsanwalt.com, Sanierungsrecht, Sozialrecht, Speditionsrecht, Steuerrecht, Strafrecht, Transportrecht, Unterhaltsrecht, Urheberrecht, Verkehrsrecht, Versicherungsrecht, Verwaltungsrecht, Wirtschaftsrecht, Wohnungseigentumsrecht | Tagged Anwalt, Fachausdrücke, Fremdwörter, Glossar, Jurist, Justizia, Latein, Sprache | Einen Kommentar schreiben

Anlagevermittler haftet für offensichtliche Fehler

Von Anna Schön am 10. März 2011

Da Anlagevermittler oft ein hohes Honorar berechnen, kann man von ihnen eine Überprüfung der Renditeberechnung ihrer Kooperationspartner erwarten. Daher haftet ein Anlagevermittler, wenn ein offensichtlicher Fehler bei der Berechnung der Rendite vorliegt. Der Bundesgerichtshof setzt auf einen stärkeren Schutz der Verbraucher und legt diesen Grundsatz in dem Urteil dar. Anlagevermittler müssen ihren Kunden Schadensersatz leisten, wenn sie diese nicht auf erkennbare Fehler der Berechnung des Fondsanbieters hinweisen.

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Geschrieben in Bankrecht, Kapitalmarktrecht | Tagged Anlage, Anlagevermittler, Berechnungsfehler, Prüfungspflicht, Schadensersatz | Einen Kommentar schreiben

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