Powershopping unzulässig
Auch neue Verkaufsmethoden im Internet müssen sich an den Vorschriften des Wettbewerbsrechts messen lassen. Der Elektronikkonzern Philips klagte erfolgreich gegen einen Internetdienst, der Waren in Form des sogenannten Powershopping anbot. Die Besonderheit dieses Verkaufssystems besteht darin, dass ein Produkt (hier Fernseher) zunächst zu einem bestimmten Einzelpreis angeboten wird. Der Preis verringert sich sodann schrittweise abhängig von der Anzahl der Internetteilnehmer, die das gleiche Produkt bis zu einem gewissen Stichtag erwerben.Das Hamburger Oberlandesgericht beanstandete bei dieser Verkaufsmethode zunächst, dass es sich bei dem gestaffelten Preis um einen Mengenrabatt handelte. Ein Mengenrabatt ist nach dem Rabattgesetz nur erlaubt, wenn er "handelsüblich" ist. Von einer Handelsüblichkeit konnte schon wegen der Neuartigkeit des Powershopping nicht ausgegangen werden. Ferner monierten die Richter, dass die Höhe des Produktpreises nicht vom Umsatzverhalten des einzelnen Kunden, sondern von dem einer Vielzahl diesem unbekannter Mitinteressenten abhängt und daher völlig zufällig ist. Daher verneinte das Gericht
Das beklagte Internetunternehmen hat gegen die Entscheidung Revision eingelegt. Eine Grundsatzentscheidung des Bundesgerichtshofs zur Zulässigkeit des Powershopping steht noch aus.
Urteil des OLG Hamburg vom 18.11.1999
3 U 230/99
Betriebs-Berater 2000, 115
ZAP EN-Nr. 94/2000
Urteil als PDF | Urteil versenden
Kommentare zu diesem Beitrag
Keine Kommentare zu diesem Beitrag vorhanden
Neuen Kommentar verfassen:
Rechtsanwalt-Regionalportale
Rechtsanwalt Mannheim, Rechtsanwälte Berlin, Rechtsanwälte München, Rechtsanwälte Köln, Rechtsanwalt Düsseldorf, Rechtsanwälte Stuttgart, Rechtsanwalt Nürnberg, Rechtsanwälte Essen, Rechtsanwalt Hamburg, Rechtsanwälte Dortmund, Rechtsanwalt Frankfurt am Main, Rechtsanwalt Saarbrücken, Rechtsanwalt Hannover, Rechtsanwälte Bremen, Rechtsanwalt Dresden, Rechtsanwälte Leipzig, Rechtsanwälte Potsdam, Rechtsanwälte Wien, Rechtsanwälte Tirol, Rechtsanwalt Steiermark, Rechtsanwalt Oberösterreich, Rechtsanwälte Kärnten, Rechtsanwälte Vorarlberg, Rechtsanwalt Salzburg, Rechtsanwalt Niederösterreich, Rechtsanwälte Burgenland, Rechtsanwalt Sauerland, Rechtsanwalt Hunsrück, Rechtsanwalt Allgäu, Rechtsanwälte Eifel, Rechtsanwalt Kraichgau, Rechtsanwälte Niederrhein, Rechtsanwalt Oberschwaben, Rechtsanwalt Rheinhessen, Rechtsanwalt Siegerland, Rechtsanwalt Taunus, Rechtsanwälte Münsterland, Rechtsanwälte Liechtenstein, Rechtsanwälte Schweiz, Rechtsanwälte Italien, Rechtsanwalt Luxemburg, Rechtsanwalt Frankreich, Rechtsanwalt Spanien, Rechtsanwälte MallorcaNeue Kanzleien - Wir stellen vor
Aktuelle Rechtstipps
- Bereich Staat & Verwaltung:
"Hinweise zur Durchsuchung"
mehr
Kanzlei Benedikt Kröger, Sendenhorst - Bereich Staat & Verwaltung:
"Hinweise zur Festnahme"
mehr
Kanzlei Benedikt Kröger, Sendenhorst - Bereich Verkehr:
"Kosten einer Reparatur in einer markengebundenen Fachwerkstatt"
mehr
Kanzlei Jutta Lüdicke, Berlin - Bereich Schadensersatz:
"Bank haftet auf Schadensersatz wegen fehlerhaftem Prospekt bei Finanzierung eines Immobilienfondsanteils"
mehr
Kanzlei Siegfried Reulein, Nürnberg - Bereich Arbeit & Soziales:
"Was ändert sich bei der Pflegeversicherung?"
mehr
Kanzlei Sonja Plückebaum, Darmstadt
