Prof. Dr. iur et lic. oec. Heinrich Koller

Fachgebiete/Charakteristika

Heinrich Koller wurde 1941 geboren. Zunächst studierte er Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in St. Gallen und schloss 1966 als Lizenziat (lic. oec.) ab. Danach studierte er bis 1970 Jura an der Universität Basel (lic. iur). 1977 wurde er als Rechtsanwalt zugelassen. 1981 promovierte er zum Thema “Der öffentliche Haushalt als Mittel der Staats- und Wirtschaftslenkung”.

Von 1985 bis 1988 war er Ersatzrichter am Appellationsgericht Basel-Stadt, Rechtskonsulent und zuletzt Direktionsmitglied der Ciba-Geigy AG Basel. Von 1988 bis 2006 war er Direktor des Schweizerischen Bundesamtes für Justiz (EJPD) in Bern. 2006 wechselte er als Advokat zur Kanzlei Staehelin Advokatur und Notariat. Seit 1994 ist er zudem außerordentlicher Professor für öffentliches Recht an der Juristischen Fakultät der Universität Basel. Darüber hinaus verfügt Prof. Dr. Heinrich Koller über einen weiteren großen und ausführlichen Ausbildungs- und Erfahrungshintergrund, welcher auf der Homepage der Advokatur (www.staehelin-law.ch/ueber_uns07.html) einzusehen ist.

Prof. Dr. iur et lic. oec. Heinrich Koller ist Mitglied in zahllosen berufsbezogenen Vereinen. Er ist unter anderem Präsident des Schweizerischen Instituts für Rechtsvergleichung in Lausanne und Präsident des Schweizerischen Vereins für Recht und Informatik. Zudem ist er Mitglied im Schweizerischen Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Stiftung für die Weiterbildung der Schweizerischen Richter, in der Stiftung Europainstitut in Basel und Beirat der Weiterbildungsstufe der Universität St. Gallen. Ferner ist er Mitglied im Executive Committee der University of Bethlehem (Palästina) und in der Commission de Venise (Europarat). Weitere Mitgliedschaften hat er in der Basler Advokatenkammer, im Schweizerischen Anwaltsverband, Schweizerischen Juristenverein und Basler Juristenverein. Herr Koller spricht und korrespondiert fließend in Englisch, Französisch und Italienisch.

Rechtsanwalt Prof. Dr. iur et lic. oec. Heinrich Koller ist bei der Kanzlei Staehelin Advokatur und Notariat ausschließlich beratend und unterstützend tätig. Er betreut Beratungs- und Verwaltungsmandate, übernimmt ausführlich die Gutachtertätigkeit und Verbandsarbeit und führt die Rechtsgeschäftsplanung durch. Zudem obliegt ihm die Verhandlungsführung und Schiedsgerichtsbarkeit.


 

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Prof. Dr. iur et lic. oec. Heinrich Koller
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Publikationen

Auszug)

Kommentare, Monografien, Festschriften, Gemeinschaftswerke (Überblick)

  • Kommentar zur Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 29. Mai 1874, Jean-François Aubert/Kurt Eichenberger/Jörg-Paul Müller/René Rhinow/D. Schindler (Hrsg.), Schriftleitung und wissenschaftliche Koordination Heinrich Koller, zweisprachiges Gemeinschaftswerk von 37 Autoren, Basel/Zürich/Bern 1983 ff.
    Edition française: Commentaire de la Constitution fédérale de la Confédération Suisse du 29 mai 1874, éd. par Jean-François Aubert et al., oeuvre de 37 auteurs, rédaction et coordination scientifiques par Heinrich Koller, Bâle/Zurich/Berne, ab 1983 (diverse Jahrgänge).
  • Budget und Norm, in: Festgabe zum Schweizerischen Juristentag 1973, Basel/Stuttgart 1973, S. 89 ff.
  • Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht (SBVR), Heinrich Koller/Georg Müller/René Rhinow/Ulrich Zimmerli (Hrsg.), Basel, diverse Jahrgänge.
  • Das bodenrechtliche Sofortprogramm im Siedlungsbereich:
    Entstehungsgeschichte und Konzept,
    in: Dringliches Bodenrecht, Handbuch zu den befristeten Bodenrechtsbeschlüssen, Zürich 1990, S. 9ff.
  • Gebietsveränderungen im Bundesstaat — Ansichten und Aussichten nach dem Laufental-Entscheid, in: Festgabe Alfred Rötheli, Solothurn 1990, S. 173ff.
  • Auswirkungen der Übernahme des “Acquis communautaire” auf die schweizerische Rechtsordnung, in: Recht (Nr. 4) 1990, Bern 1990, S. 123ff.
  • Begrenzte Freiheit — Territoriale Differenzierung von Freiheitsrechten, in: Freiheit — Ordnung — Verantwortung, Europäisches Forum Alpbach 1990, Otto Molden (Hrsg.), Wien 1990, S. 139ff.
  • Die Sicherstellung eines menschenwürdigen Strafvollzugs — Möglichkeiten und Grenzen des Bundes, in: Aktuelle Probleme der Kriminalitätsbekämpfung, Festschrift zum 50-jährigen Bestehen der Schweizerischen Kriminalistischen Gesellschaft, Bern 1992, S. 393 ff.
  • Die Umsetzung des EWR-Abkommens in das schweizerische Recht: Grundsätze und Methoden, in: Accord EEE/EWR-Abkommen, Kommentare u. Erste Analysen, O. Jacot-Guillarmod (Hrsg.), Schriften zum Europarecht, Zürich/Bern 1992, S. 819 ff.
  • Die Umsetzung des EWR-Abkommens in das schweizerische Recht als Herausforderung und Chance, in: Das Abkommen über den Europäischen Wirtschaftsraum. Eine Orientierung, R. Zäch/D. Thürer/R.H. Weber (Hrsg.), Zürich 1992, S. 233 ff.
  • Der Entwurf zu einer neuen Bundesverfassung: Abbild oder Trugbild?, in: Die Reform der Bundesverfassung aus der Sicht der Vereinigung Rechtsstaat, Festschrift zum fünfzigjährigen Bestehen der Vereinigung für Rechtsstaat und Individualrechte, Zürich 1996, S. 9 ff.
  • Das Mittel der gesetzlichen Verweisung im Gesellschaftsrecht (Beitrag zur “Breitenwirkung” des revidierten Aktienrechts), in: Aktienrecht 1992-1997 — Versuch einer Bilanz, Festschrift zum 70. Geburtstag von Rolf Bär, Bern 1997, S. 193ff.
  • Öffentliches Prozessrecht und Justizverfassungsrecht des Bundes, René Rhinow/Heinrich Koller/Christina Kiss (Hrsg.), Basel und Frankfurt a. M. 1996
  • Der öffentliche Haushalt als Instrument der Staats- und Wirtschaftslenkung (Ein Beitrag zur politischen und rechtlichen Bedeutung des öffentlichen Haushalts und der einschlägigen Kompetenzen von Parlament und Regierung), Dissertation, Basel 1981 (ausgezeichnet mit dem Genossenschaftspreis der Universität Basel 1982 und mit dem Prof. Walther-Hug-Preis 1983).
  • Die Finanzgewalt im System der staatlichen Funktionenordnung, in: Staatsorganisation und Staatsfunktionen im Wandel, Festschrift für Kurt Eichenberger zum 60. Geburtstag, Basel/Frankfurt a. M. 1982, S. 507 ff.
  • Wirtschaftsverwaltungsrecht, in: Handbuch des Staats- und Verwaltungsrechts des Kantons Basel-Stadt, Basel/Frankfurt a. M. 1984, S. 487 ff.
  • Die Verwaltungsrechtspflege des Bundesrates als Residuat, in: Recht, Staat und Politik am Ende des zweiten Jahrtausends, Festschrift zum 60. Geburtstag von Bundesrat Arnold Koller, W.R. Schluep et al. (Hrsg.), Bern 1993, S. 359 ff.
  • Leitvorstellungen für die Totalrevision des OG, in: Reform der Bundesgerichtsbarkeit, R. Schweizer (Hrsg.), Zürich 1995, S. 89 ff.
  • Die Nachführung der Bundesverfassung, in: Reform der Bundesverfassung, Beiträge zum Verfassungsentwurf vom 19. Juni 1995, Y. Hangartner/B. Ehrenzeller (Hrsg.), St. Gallen 1995, S. 49 ff.
  • Die Reform der Volksrechte: Differenzierende Weiterentwicklung “im Paket”, in: Wieviel direkte Demokratie verträgt die Schweiz? Silvio Borner (Hrsg.), Zürich (Rüegger) 1997, S. 25ff.
  • Gottesglaube und Verfassungsgebung (Zur Verantwortung des Christen für die Welt), in: Kirche — Kultur — Kommunikation, Festschrift für Peter Henrici zum 70. Geburtstag, Zürich 1998, S. 485ff.
  • Subsidiarität als Verfassungsprinzip, in: Der Verfassungsstaat vor neuen Herausforderungen, Festschrift für Yvo Hangartner, St. Gallen/Lachen SZ 1998, S. 675ff.
  • Die Aufnahme staatsgestaltender Grundsätze in die neue Bundesverfassung, in: Solothurner Festgabe zum Schweizerischen Juristentag 1998, Solothurn 1998, S. 15ff.
  • Zwischen Vorstoss und Vorbehalt — Die Kantone und die Vereinheitlichung des Strafprozessrechts, in: Festschrift für Silvio Bircher, Mensch und Politiker, Wettingen 1998, S. 29 ff.
  • Die Reform der Bundesverfassung, Konzept des Bundesrates und Stand der Beratungen, in: Die Volkswirtschaft/Das Magazin für Wirtschaftspolitik 10/98, Bern Oktober 1998, S. 26 ff.
  • Die Überlastung der obersten Gerichte als Problem des Rechtsstaates, zur Frage der Zugangsbeschränkungen, in: Das Recht in Raum und Zeit, Festschrift für Martin Lendi, Zürich 1998, S. 289ff. Hindern Rechtsnormen die Innovation? Anmerkungen zu einem Missverständnis, in: Vom Service Public zum Service au Public, Regierung und Verwaltung auf dem Weg in die Zukunft, Bern 2000, S. 162 ff.
  • Der schwierige Weg von der Streichung des Bistumsartikels zur Aufnahme eines Religionsartikels in der neuen Bundesverfassung, in: Kirche der Hoffnung, Festschrift zum 50. Geburtstag von Kurt Koch, Freiburg i. Ue. 2000, S. 597ff.
  • Regierung und Verwaltung, in: Verfassungsrecht der Schweiz, Daniel Thürer/Jean-François Aubert/Jörg Paul Müller (Hrsg.), Zürich 2001, S. 1131ff.
  • Der Preis des Föderalismus aus juristischer Sicht, in: Mensch und Staat/L’homme et l’Etat, Festschrift für Thomas Fleiner, Universitätsverlag Freiburg, Schweiz 2003, S. 109ff.
  • Vom Gängelband des Staates an den Tropf der Wirtschaft: Wieviel Autonomie brauchen und ertragen die Hochschulen? ,in: Autonomie der Forschungsorganisationen, Festschrift für Dr. Stephan Bieri, Paul Scherrer Institut, Villigen 2003, S. 7 ff.
  • Attraktiveres schweizerisches Stiftungsrecht in Sicht?, in: Stiftungsparadies Schweiz (Zahlen, Fakten und Visionen), SwissFoundations (Hrsg.), Basel 2004, S. 65ff.
  • Freiheit durch Sicherheit ohne Freiheit: Die Problematik der Terrorismusbekämpfung (Expertenpanel), in: Menschenrechte und Terrorismus (1. Internationales Menschenrechtsforum Luzern 2004), Bern 2004, S. 133 ff.
  • Die nationale Menschenrechtskommission (REAL Workshop), in: Menschenrechte und Terrorismus (1. Internationales Menschenrechtsforum Luzern 2004), Bern 2004, S. 287 ff.
  • Umgang des Gesetzgebers mit Risiken im Spannungsfeld zwischen Freiheit und Sicherheit, in: Risiko und Recht, Festgabe zum Schweizerischen Juristentag 2004, Basel 2004, S. 277 (zusammen mit Benjamin Schindler).
  • Kommentar zu Art. 173 Abs. 1 Bst. i, 187 Abs. 1 Bst. d, 188, 189 und 190 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 sowie zu den Art. 188, 191, 191a und 191b der Justizreform vom 10. März 2000, in: Die schweizerische Bundesverfassung, Bernhard Ehrenzeller et al. (Hrsg.), Zürich u.a. 2002, S. 1723 f., 1884 ff., 1887 ff., 1923 ff. und 1941 ff. (zusammen mit Christina Kiss).

Ein Verzeichnis der weiteren Schriften und Vorträge ist auf der Homepage der Advokatur (www.staehelin-law.ch/publikationen.html) einzusehen.